Paranoia: Die Krankheit der Präsidenten von Venezuela und Bolivien

Datum: 22. August 2011
Uhrzeit: 07:39 Uhr
Ressorts: Leserberichte
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Heinz Müller, Caracas (Leser)
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Hugo Chávez und sein bolivianischer Amtskollege Morales haben eine für sie bequeme Krankheit. Immer, wenn es in ihren herunter gewirtschafteten Volkswirtschaften nicht so richtig klappt, sind die Imperialisten daran schuld.

Venezuela, vom Pleitekönig Chávez seit Jahren ausgebeutet, wurde jetzt von der Ratingagentur Standard and Poor’s abgestuft. Linke Blättchen titelten ganz eifrig „Standard & Poor´s stuft Venezuela wegen Erkrankung von Chávez ab“, was bei nicht linken Realisten allerdings ein wissendes und müdes Lächeln hervorruft. Gleichzeitig wittert der kranke Baumeister des Sozialismus des 21. Jahrhunderts eine Verschwörung der Imperialisten. Dies ist auch nichts unbekanntes, sollte er ja nach eigenen Worten schon mehrfach von US-Spionen ermordet werden.

Nun hat auch Evo Morales erneute Wahnvorstellungen. Nachdem hunderte von Indigenen, die ihn mit ihrer Stimme vor Jahren erst auf den Andenthron gehoben haben, gegen den geplanten Bau einer 300 Kilometer langen Schnellstraße durch ein Naturreservat protestieren, sind dafür auch die USA verantwortlich. Der sich in Meinungsumfragen nach unten Abdriftende will nach eigenen Worten sogar wieder einmal den Botschafter der USA nach Hause schicken.

Zu diesem lächerlichen Verhalten der beiden Wirtschaftsschlußlichter in Lateinamerika zitiere ich Wikipedia: „Das Spektrum paranoider Reaktionen reicht von neurotischen Formen einer paranoiden Neigung bis zu schweren psychotischen Ausprägungen. Die neurotische paranoide Persönlichkeit ist durch übertriebene Empfindlichkeit gegenüber Zurückweisung, besondere Kränkbarkeit, sowie Misstrauen gekennzeichnet. Sie neigt dazu, neutrale oder freundliche Handlungen anderer als feindlich oder verächtlich zu interpretieren (paranoide Persönlichkeitsstörung). Paranoia ist im engeren Sinn die Bezeichnung für eine psychische Störung, in deren Mittelpunkt Wahnbildungen stehen“.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

Berichte, Reportagen und Kommentare zu aktuellen Themen – verfasst von Lesern von agência latinapress. Schicken auch Sie Ihre Erfahrungen, Erlebnisse oder Ansichten an redaktion@latina-press.com

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    franky

    … Glückwunsch Herr Müller, Realsatire pur – manchmal reicht es nur Wiki zu zitieren, um den Punkt zu treffen …

  2. 2
    Afrika

    Endlich mal ein Krankheitsbild, das man nicht opperieren kann. Der eine ist infisziert vom Gaddafiwahn und der anderer hat wieder einmal mehr zuviele Kokabläter in seinen Schlund gesteckt und nicht gelernt, das man mit vollem Mund nicht reden soll. (Knigge)

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!