Venezuela: Das Lügengebilde des Hugo Chávez

Datum: 25. August 2011
Uhrzeit: 03:56 Uhr
Ressorts: Leserberichte
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Heinz Müller, Caracas (Leser)
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Präsident Chávez will mehr als 200 Tonnen Gold aus Europa und den USA zurückholen, die laut venezolanischem Grundgesetz dem Volk gehören. Diese will er bei „befreundeten Staaten“ bunkern. Diese Länder sollen China, Russland und Brasilien sein. Zufälligerweise hat er bei den genannten Staaten mehr Schulden, als die rückzuführenden Reserven an Wert haben.

Selten hat ein Staatschef ein grösseres Lügengebilde aufgebaut, wie es der bolivarische Führer verzapft. Einige dümmliche Huldigungsmedien verbreiten diesen Schwachsinn ganz eifrig. Fakt ist ganz einfach, dass der Präsident schwer erkrankt ist. Ständige Bekundungen, wie gut es ihm gehen soll, bestätigen nur, dass es ihm ziemlich schlecht gehen muss. Diese Lobhudeleien kennt man aus vergangenen Zeiten. Da hat jemand erobert und Siege eingefahren, in Wahrheit war seine Armee auf dem Rückzug und bereits vernichtend geschlagen. Der kranke Mann aus Caracas hat wahrscheinlich gedacht, dass die „befreundeten“ Staaten genau so dumm sind wie er und keine Garantien für seine horrenden Kredite wollen. Allerdings sind diese etwas intelligenter und wissen angesichts der Lage im heruntergewirtschafteten Land, was die Uhr geschlagen hat.

Ich wollte gestern in Caracas in einem Krankenhaus ein Diabetesmedikament für meine kranke Tochter abholen. Das hat zwei Jahre funktioniert. Gestern wurde mir mitgeteilt, dass es kein Medikament mehr gebe. Es hätte Streiks gegeben, da keine Löhne gezahlt wurden, ich soll in vier Wochen noch einmal vorbeischauen. Der freundliche Arzt winkte ab und gab bekannt, dass er lieber nichts dazu sagen möchte. So sieht die Realität im erdölreichsten Land der Welt aus. Leere Regale in den Supermärkten, Nachts geht kein Mensch mehr auf die Straße. Schulgruppen werden am hellichten Tag überfallen und ausgeraubt, in der Lügenpropaganda der linken Medien wird allerdings von vertriebenen Botschaftangehörigen berichtet, die schon drei Jahre nicht mehr im Land sind.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    ttenzer

    So kennen wie es doch seit dem Jahr 2000. Anfangs ging es noch und dann jedes Jahr weiter herunter – Schön ist nur das ich meine Euros schon in CCS und direkt bei der GN tauschen kann. Zum regulären Schwarzmarktpreis. Muss ich nicht immer zu den portugiesischen Panaderias und habe obendrein noch „Polizeischutz“!!!! Realität im Jahr des Herrn 2011.

  2. 2
    Afrika

    Da siehst du es, wenigstens die GN haben noch ein wenig Geschäftssinn und leben nicht nur vom Klauen.
    Ansonsten ist es beschämend wie die Hundebande wirtschaften.
    Ein anderes wichtiges Medikament das auch für Leukemie und auch andere Krankheiten gebraucht wird und nur in Spezialfarmacias zu bekommen ist, wird ohne angaben von Gründen nicht mehr importiert, weil irgend so ein Chavez-Arschloch es für unwichtig betrachtet.
    Nicht aber die Patienten, welche darauf angewiesen sind, und dies sogar dringend. Da man dasselbe nur mit Müh und Not in Europa bekommen kann, wurde es uns jetzt von Bekannten mitgebracht.
    Aussich auf erneuten Import durch den Staat, der keine Devisen für so etwas freigibt, hat man nicht!

    Und wenn es dann eng wird um den Hals, verkriechen sie sich wie das stinkende Wichtelmännchen (Chavez-Freund Gaddafi) im nächsten Dreckloch.

  3. 3
    ttenzer

    Ich habe dort einen alten Freund – wenn er denn noch da ist?! Dr. Cesár Martinéz, müsst ihr mal recherschieren, beruft euch auf mich und vielleicht kann er euch in medizinischen Fragen (Medikamente) helfen. Ambulatorio 4 del Valle – Metro El Valle raus, nach links und immer gerade aus und niemals die straßenseite wechseln. Mein letzter Arbeitsplatz in Venezuela.
    LG TT

    Ich habe leider keinen Kontakt mehr und weiß es nicht. Versuch macht Klug, viel Glück.

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