Schikane gegen Blogger und unabhängige Journalisten auf Kuba

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Datum: 14. Oktober 2009
Uhrzeit: 14:31 Uhr
Ressorts: Kuba, Kultur & Medien
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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news-large-14287-300x300Wie das Committee to Protect Journalists. (CPJ), eine in New York ansässige Nichtregierungsorganisation mitteilt, unterliegen Blogger und unabhängige Journalisten auf Kuba “systematischen Schikanen.” Die Organisation sammelt weltweit Informationen über die Verletzung der Pressefreiheit und insbesondere über Einschüchterung oder Ermordung von Journalisten. Das CPJ setzt sich ein für Pressefreiheit und das Recht der Journalisten auf repressionsfreie Berichterstattung ein.

Das CPJ teilte in einem Bericht mit, dass eine überraschend aktive Gemeinschaft von Bloggern auf der Insel entstanden ist, trotz staatlicher Einschüchterung und Hindernissen, wie zum Beispiel die hohen Kosten für Verbindungen in das Netzwerk. auferlegt durch die Regierung und der hohen Kosten in Verbindung mit dem Netzwerk. Kuba hat die niedrigste Rate der Internet-Nutzung auf dem Kontinent.

“Die Blogger haben, vor allem junge Erwachsene in verschiedenen Berufen, einen neuen Raum für die Freiheit der Meinungsäußerung auf Kuba geschaffen. Die Hoffnung wurde wiedergeboren und es entstehen unabhängige Ideen im geschlossenen kubanischen System”, sagte der Ausschuss.
Die Organisation forderte Kuba auf, bedingungslos inhaftierte unabhängige Journalisten freizulassen.

Die kubanische Regierung gab keine Stellungnahme zu den Vorwürfen ab. Routinemäßig wies sie die Anschuldigungen zurück. Gemäß Regierungsberichten handelt es sich bei den Berichten des Committee to Protect Journalists um Behauptungen die von Agenten aus Washington in die Welt gesetzt wurden und sie seien Teil der US-feindlichen Politik gegenüber Kuba.

Einige kubanische Blogger wurden in den letzten Jahren sehr bekannt, indem sie offen Kritik an der Regierung übten und über sensible Themen wie Nahrungsmittelknappheit, niedrige Löhne, Verschlechterung der Wohn-und Unfähigkeit der Regierung berichteten.

Ein kubanischer Mann, der den Mangel an Nahrungsmitteln auf YouTube beklagte, wurde zu zwei Jahren Gefängnis wegen “Gefährlichkeit” verurteilt.

Laut dem Bericht der Organisation sind 22 digitale Journalisten auf Kuba inhaftiert. Die kubanische Regierung toleriert viele andere, aber ihre Web-Seiten werden von Hackern infiltriert und einige Blogs wurden von den Behörden in Frage gestellt oder einfach blockiert.

Der Bericht sagt auch aus, dass die Reaktion der Regierung auf Blogs im Vergleich harmloser geworden ist als im Jahre 2003. Damals wurden von der kubanischen Regierung starke Repression gegen 75 unabhängige Journalisten und politischen Aktivisten durchgeführt.

Das CPJ wies darauf hin, dass die relativ langsame Reaktion der Regierung auf das Alter der Führung von Raul und Fidel Castro zurückzuführen sei. Sie seien zu alt um die Auswirkungen des Internets und der Aktivitäten der Blogger zu verstehen. Sie halten das ganze auch für keine große Gefahr, da der Großteil der Leser in Uebersee sitzt.

Allerdings warnt der Bericht. Diese relative Toleranz kann nicht lange dauern.

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