Köln: „Internationaler Frauenkampf gegen Feminizide“

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Datum: 06. September 2011
Uhrzeit: 06:31 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Diskussion über Ursachen und Auswirkung

Mit der Frauenfachkonferenz „Internationaler Frauenkampf gegen Feminizide“ will die Frauenbegegnungsstätte UTAMARA e.V die Ursachen und Auswirkungen des Feminizids in verschiedenen Ländern thematisieren, über eine gemeinsame Begriffsdefinition und Initiativen diskutieren, um den Feminizid weltweit zu stoppen. Im ersten Teil der Konferenz gehen Referentinnen auf die spezifische Situation von Frauenmorden und Gewalt gegen Frauen in Mexiko, im Irak, in der Türkei und Kurdistan sowie in Deutschland ein.

Im zweiten Teil der Konferenz sind Vertreterinnen vom Komitee „Stoppt den Feminizid!“ der Kurdischen Frauenbewegung in Europa, von der International Women’s Alliance IWA, dem Marche Mondial des Femmes und von der Informations- und Beratungsstelle für Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen AGISRA eingeladen, von Erfolgen, Schwierigkeiten und Perspektiven ihrer Arbeiten und Kampagnen gegen Sexismus und Frauenmorde zu berichten.

In gemeinsamen Diskussionen möchte UTAMARA mit allen Konferenzteilnehmerinnen eine Definition des Begriffes „Feminizid“ erarbeiten, die das Ausmaß patriarchaler Gewalt und Herrschaft erfassen und für Strategien zu deren Überwindung hilfreich sein kann. Weiterhin wollen wir uns über folgende Fragen austauschen: Wie können die Kämpfe gegen Feminizide und die internationale Solidarität unter Frauen gestärkt werden? Wie können regionale und internationale Kampagnen einander besser ergänzen? Wie können wir uns vernetzen und was können wir gemeinsam tun?

Die Organisation hofft damit neue Anstöße zum Denken und Handeln geben zu können, um den Feminizid gemeinsam zu stoppen.

Eingeladen sind alle Frauen und Frauenorganisationen, die an dem Thema und/oder Weiterarbeit zu diesem Thema interessiert sind.

Programm

09.00 – 09.30  Ankunft und Registrierung

09.30 – 10.00  Begrüßung

10.00 – 11.30  Referate zu „Formen & Auswirkungen des Feminizids in verschiedenen Ländern“

  • Fundamentalismus, Scheriat und Frauenrechte; Houzan Mahmoud (Organisations of Women’s Freedom in Iraq)
  • Feminizid und politische Verfolgung gegen kurdische Frauen; Figen Aras Kaplan (Sprecherin des Komitees „Stoppt den Feminizid!“ aus der Türkei)
  • Ursachen, Formen und Auswirkungen des Feminizids in Mexiko und Zentralamerika; Patricia Zapata (Projektkoordinatorin der Regionalbüros der Rosa Luxemburg-Stiftung in Mexico)
  • Was bedeutet Feminizid in Deutschland? Ursachen, Formen und Auswirkungen; Maria Mies (Feministische Wissenschaftlerin & Aktivistin)

11.30 – 13.00   Fragen und Diskussion über die Definition des Begriffes Feminizid

13.00 – 14.00     Mittagspause (Buffet)

14.00 – 15.30   Referate zu „Kämpfe und Kampagnen gegen den Feminizid“

  • Kampagne „Stoppt den Feminizid!“ in Europa; Fadile Yildirim (Sprecherin des Kampagnen Komitees der Kurdischen Frauenbewegung in Europa)
  • Arbeiten und Kämpfe gegen Sexismus und Feminizide auf den Philippinen; Maitet Ledesma (Stellvertretende Generalsekretärin der International Women’s Alliance IWA)
  • Kampagnen gegen den Feminizid im Kongo; Astrid Rund (Mitfrau der Koordination des Marche mondiale des femmes & Mitarbeiterin des FrauenNotrufs im Rhein-Hunsrück-Kreis)
  • Kampf gegen Genitalbeschneidung in Deutschland. Was sind Lösungsansätze? Shewa Sium (Mitarbeiterin agisra e.V. Informations- und Beratungsstelle für Migrantinnen & Flüchtlingsfrauen)

15:30 – 17.00   Fragen und Diskussion über internationale Vernetzung und gemeinsame Kampagnen gegen den Feminizid

17.10 -18.00   Verabschiedung einer Abschlussresolution

Veranstalterinnen: Frauenbegegnungsstätte UTAMARA e.V.; Kurdisches Frauenbüro für Frieden – Cenî e.V.; Rosa-Luxemburg Stiftung NRW; Informations- und Beratungsstelle für Migrantinnen & Flüchtlingsfrauen agisra e.V.

Für die finanzielle Unterstützung der Veranstaltung wird gedankt: Zentrum für internationalen Dialog und Zusammenarbeit / RLS, RLS NRW, Stiftung Umverteilen!

Um Anmeldung bis zum 12.09.2011 beim Kurdischen Frauenbüro für Frieden CENÎ e.V. wird gebeten.

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