Venezuela: Chávez verspricht billige Autos aus chinesischer Produktion

veniran

Datum: 06. September 2011
Uhrzeit: 11:08 Uhr
Leserecho: 13 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Experten bezweifeln Erfolg

Laut dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez können seine Landsleute in ein paar Monaten „gute, schöne und billige“ Autos aus chinesischer Produktion kaufen. Die fahrbaren Untersätze sollen vom größten chinesischen Auto-Exporteur Chery Automobile hergestellt werden und werden 40%-50% weniger als ihre Konkurrenten auf dem venezolanischen Markt kosten. Der bolivarische Führer kreierte die Namen der neuen Modelle- Arauca und Orinoco- höchstpersönlich. Die Regierung rechnet damit, dass bis zum Ende des Jahres bereits 5.000 Autos in einem Werk in Aragua (Norden) produziert werden- pünktlich zum Wahljahr soll die Produktion auf 18.000 erhöht werden.

Das kleinste Modell Arauca, erhältlich mit zwei oder vier Türen, hat einen Hubraum von 1,3 Litern und wird voraussichtlich rund 20.000 US-Dollar kosten. Orinoco, eine Limousine, kostet etwa 28.000 Dollar. Experten der venezolanischen Automobilindustrie hegen allerdings Zweifel an der Wahrscheinlichkeit des Erfolgs dieser Initiative. Bereits vor fünf Jahren lancierte die Regierung das Projekt Venirán mit einer iranischen Gesellschaft. Die „sozialistisch produzierten Autos/Traktoren“ erwiesen sich allerdings als Ladenhüter, da kein Mensch die veraltete und längst überholte Technologie kaufen wollte.

Schon lange produziert die venezolanische Automobilindustrie am Markt vorbei. Erreichten die Importe von Neuwagen in den Jahren 2006 und 2007 Rekordhöhe, beschloss die Regierung im Oktober 2007 eine Quotenregelung. Damit wollte man die Inlandsproduktion, welche auf der Stelle trat, ankurbeln. Nach Angaben des Kfz-Verbandes Cámara Automotriz de Venezuela (Cavenez) wurden in Venezuela im Juli dieses Jahres 8.489 Fahrzeuge produziert. Dies bedeutet einen Rückgang von 10.88 Prozent (9.525 Einheiten) zum Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Venezuela verkaufte im Jahr 2007 hinter Brasilien, Mexiko und Argentinien die meisten Autos in Lateinamerika. Inzwischen ist das Land sogar hinter Chile, Kolumbien, Ecuador und Peru gefallen und nimmt nur noch den achten Platz ein. Experten führen dies vor allem auf die nationalistische Politik zurück, welche die Privatwirtschaft erstickt. „Der Pkw-Markt in Venezuela liegt im Koma“, urteilt Raúl Álvarez, Direktor der Automobil-Fachzeitschrift La Guía del MOTOR.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Gast.

    Hat ER keine bessere Nahmen finden können wie;
    Hari-Kiri, oder Chimbavision?

  2. 2
    Pandora

    Unter „billig“ versteh ich aber was anderes ….

  3. 3
    escéptico

    es ist sehr traurig, dass Preise immer wieder in Dollar angegeben werden (meine Bekannten haben keine Möglichkeit, an diese Währung zu kommen)
    oder nennt er die Preise in Dollar, damit es nicht so viel klingt
    20.000$ sind ungefähr 86.000 BsF und dafür müsste el venezolano für 4,5 Jahre auf alles verzichten; da er aber auch leben muss, könnte es schlecht aussehen, mit dem billigen Auto hecho en socialismo

  4. 4
    Gustavo

    Chery Automobile baute für Lateinamerika 2010 ca. 23.000 Autos.
    Es wurden von Chery Automobile Fabriken in Uruguay, Brasilien und der Türkei gebaut.

    PS: China ist der größte Automarkt der Welt und baut bereits 50 % seiner Autos selbst. Dabei wird kaum noch von anderen Automarken abgekupfert – im Gegenteil: Mercedes bezahlt sogar für chinesische Patente, z.B. für die automatische Personenerkennung, die das Fahrzeug abbremst, wenn Personen oder Kinder plötzlich hinter parkenden Autos hervortreten.

  5. 5
    Silvia W

    20.000 ist ja wirklich nicht der ultimative Knaller!!
    Ich dachte es handle sich um Waegen,wie z.B. den Tata aus Indien,den es schon fuer unter 2000 Euro gibt.

    http://bohnenzaehler.blog.de/2008/01/10/327_billig_auto_aus_indien~3557616/

  6. 6
    rolli

    GUSTAVO, warum bist du eigentlich dafür die venezolanische Wirtschaft völlig zu vernichten und im Gegenzug den Chinesen und den Russen alles hinterherzuschmeißen? Hat das einen tiefsinnigen Grund? Erzähl mal, das würde mich echt interessieren!!!!!

    na toll, die heimische Wirtschaft und Arbeitsplätze macht er kaputt, die Leute finden keine Arbeit, dem Staat gehen Steuereinnahmen verloren, dafür werden dann lieber die Chinesen untestützt, Kredite müssen bezahlt werden, es entstehen keine Arbeitsplätze, Steuern werden keine eingenommen…und ausgerechnet den skrupellosesten Superkapitalisten die wir auf dem Planeten haben, sind seine Freunde….

    Jungs und Mädels von der HCF-Regierung, wann kommt ihr eigentlich mal mal aus dem Sandkastenalter raus? Oder wollt ihr gar nicht, weil sichs so viel besser klauen lässt….??!

    Ekelhafte Vaterlandsverräter!

  7. 7
    rolli

    gerade habe ich in einer dt. Tageszeitung ein Angebot von Renault gesehen, neueste Modelle Kleinwagen ab 15.000 Dollar, 5 Jahre Garantie oder 100.000km….., also wo soll denn da ein billiges Auto verkauft werden? Erstmal verdient ein venezolaner 20 x weniger als ein Europäer und zweitens sind die Autos (bei Höchstlöhnen, Einhaltung von Umweltnormen etc) auch noch viel billiger als der SCHROTT der Chinesen der hier angepriesen wird…, das ist VOLKSVERDUMMUNG VOM DUMMBEUTEL NR1…

  8. 8
    Der Bettler

    Dazu kann ich nur sagen,alles was ich von chinesischer Produktion gekauft
    habe,ob Elektrik(LED-Lampen bei Stromausfall) Plastik,Haushaltsartikel,usw. waren spätestens in einem Monat kaputt,und
    nebenbei nicht mal billig.So wird es mit den Autos auch gehen.Abwarten,
    falls jemals eines fertiggestellt wird.

  9. 9
    Hombre

    An alle linken Genossen die immer noch meinen Chaves und Konsorten sind das Mass der Dinge…Zitat aus einer Schweizer Zeitung…ZITAT: Ochsen statt Traktor. Zuerst zweifelte Alfredo, dachte: ein Rückschritt aus der Not heraus. Heute sagt er: «Es war ein Schritt vorwärts in eine bessere Zukunft.» Die Ochsen seien zuverlässiger und günstiger als ein Traktor. Treibstoff ist auf Kuba knapp. Das Land ist stets auf fremde Hilfe angewiesen. Früher von den Sowjets, heute von Venezuela. Hugo Chávez hält die Insel mit günstigen Öllieferungen wirtschaftlich über Wasser. Vielen Kubanern ist diese Abhängigkeit unheimlich, sie sagen: Wenn Chávez einmal nicht mehr ist, steht bei uns alles still. ZITAT ENDE: und wenn sich Venezuela nicht schleunigst auf den Weg macht ist der Untergang besiegelt…hier der Link dazu für alle Rest-Kommunisten und SED-Blindgänger… http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/Die-gruene-Revolution/story/10643533

  10. 10
    Hombre

    da kann man nur lachen…20-28.000 USD für eine Chinesenkarre!!! Hier in Kolumbien kriegt man eine in Chevy-lizenz gebautes Auto für unter 12.000 USD und die fährt auch…
    Garantiert sackt sich der vom Krebs verfolgte und bald eingeholte Hugo von den 20.000 mind. 10.000 USD in die eigene Tasche, so wie das alle verruchten sozialistischen Systeme gemacht haben…!!! Das war auch das Desaster in der EX-DDR…Betriebe mussten irgendwelche Hirnrissigen Anlagen hinstellen, die dann zum 3-fachen Buchwert abgeschrieben bzw in die Kostenkalkulation rein liefen…Nach der Vereinigung wars zu spät als man die Bücher sah was da für ein Irrsinn betrieben wurde…

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