Kolumbien: Journalist Hollman Morris erhält Nürnberger Menschenrechtspreis
Arbeit Teil der Geschichtsschreibung
Dem Kolumbianer Hollman Morris wird am 25. September 2011 in einer feierlichen Veranstaltung im Nürnberger Opernhaus der Internationale Nürnberger Menschenrechtspreis verliehen. Ausgezeichnet wird Hollman Morris für sein Engagement zur Wahrung der Menschenrechte in Kolumbien.
Hollman Morris (geboren am 17. August 1968) machte seinen Abschluss in Sozialkommunikation und Journalismus an der Javeriana Pontifical Universität in Bogotá, Kolumbien. Seit über 15 Jahren arbeitet er als Journalist. Während seiner gesamten beruflichen Laufbahn hat er sein Wissen über Konfliktlösung, bewaffnete Konflikte und Menschenrechte ständig erweitert.
Einige journalistische Recherchen von Morris haben dazu beigetragen, dass schreckliche Fälle von Menschenrechtsverletzungen nicht mehr straflos geblieben sind. Einige seiner Arbeiten werden von Ermittlern, Richtern und Staatsanwälten als Beweismaterial benutzt. Der größte Beitrag, den seine Arbeiten geleistet haben, liegt jedoch darin, dass sie Teil der Geschichtsschreibung über die jüngste Vergangenheit Kolumbiens geworden sind und die Erinnerung an die Opfer und an die Menschenrechtsverletzungen im Land wach gehalten haben.
Am 17. September 1995, fast auf den Tag genau 60 Jahre nach der Verabschiedung der nationalsozialistischen Rassengesetze und 50 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, wurde der Internationale Nürnberger Menschenrechtspreis zum ersten Mal verliehen. Der Preis ist eine Antwort der Stadt Nürnberg auf die staatlich verordneten Menschenrechtsverbrechen jener Jahre und soll aller Welt ein Symbol dafür sein, dass von Nürnberg niemals mehr andere Signale ausgehen dürfen als solche des Friedens, der Versöhnung, der Verständigung und der Achtung der Menschenrechte.
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