Brasilien – Peru: Prüfung einer transkontinentalen Eisenbahn
Kosten von zehn Milliarden Dollar
Die Regierungen von Brasilien und Peru prüfen die Realisierung einer transkontinentalen Eisenbahn als neue Option für den Ausbau ihrer Handelsbeziehungen. Eine erste Phase der technischen Machbarkeitsstudie ergab, dass der Bau der “Atlantisch-Pazifischen Eisenbahnstrecke” rund 10 Milliarden US-Dollar verschlingen würde.

Pläne über eine Verbindung gab es bereits in der Vergangenheit. Nach einem Jahrzehnt der Vernachlässigung wurden die technischen Studien nun wieder aufgenommen. Die geplante Verbindung zwischen beiden Nachbarstaaten hätte eine Länge von 4.544 Kilometern und würde eine Bauzeit von fünf Jahren erfordern. Mit gewaltigen Güterzügen könnten begehrte Phosphate/Erze auf brasilianisches Territorium gelangen, im Gegenzug würden riesige Soja-Ladungen in den Andenstaat transportiert. Das Projekt wäre nicht nur die wichtigste transkontinentale Eisenbahn in Südamerika, mit der Realisierung der Strecke würde Zeit und Kosten für den Transport der Güter durch Peru und Brasilien gewaltig minimiert.

Der Plan sieht allerdings eine große Unbekannte vor, nach dessen Lösung verzweifelt gesucht wird. Die Anden, die sich der geplanten Trasse mit bis zu 4.000 Metern entgegenstellen, könnten das geplante 10 Milliarden Dollar Investitionsvolumen ins Unermessliche steigen lassen. “Wir könnten diesen Nachteil mit dem Bau eines Tunnels minimieren, aber dies würde gewaltige Summen verschlingen”, erklärt Ian Thompson, Gründungsmitglied der chilenischen Gesellschaft für Maschinenbau und Transporttechnik. Thompson erinnerte an die Transandenbahn (Trasandino), eine meterspurige, schmalspurige 248 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen den Städten Los Andes in Chile und Mendoza in Argentinien. Der geplante Bau eines bis zu 50 Kilometer langen transandinischen Basistunnels würde nach aktuellen Schätzungen rund drei Milliarden US-Dollar kosten.
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an ideen hat es noch nie gefehlt, fragt sich was daraus gemacht. für meinen geschmack gibts es natürlich viel zu wenig züge in beiden ländern. auch touristisch gesehen könnten das interesante strecken sein. laut eurem artikel denkt da aber bestimmt niemand drüber nach.