Venezuela: Erneut Touristen auf der Isla de Margarita überfallen

margarita

Datum: 14. September 2011
Uhrzeit: 12:09 Uhr
Ressorts: Leserberichte
Leserecho: 12 Kommentare
Autor: Heinz Müller, Caracas (Leser)
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Sicher fragen sich viele Leser, hat denn der gute Mann nichts positives zu berichten? Diese Frage darf man sich mit aller Bestimmtheit stellen, was allerdings in Sachen Kriminalität in Venezuela abgeht, passt schon lange auf keine Kuhhaut mehr. Ich lebe seit Jahren auf der Isla und würde gerne von hier verschwinden, dies geht allerdings aus gewissen Gründen nicht.

Als ich gestern aus einem Nachbarland in meine Wahlheimat zurückkehrte las ich, dass ein Touristenhotel in Margarita ausgeraubt wurde. Allerdings gab es nur eine Kurze Pause der Verbrecher. In den frühen Morgenstunden des Dienstag wurde ein französisches Ehepaar unsanft auf ihrem Katamaran „Bikini“ in der Nähe des Hotel Concorde in der alten Marina geweckt. Die unbekannten Besucher verprügelten den Besitzer, dieser wurde später in ein Hospital eingeliefert.

Da die Verbrecher hier in Venezuela von ihrem Präsidenten gelehrt werden, dass man sich alles einverleiben kann und dafür nicht einmal bestraft wird, setzten sie die Beispiele ihres Führers in die Tat um. Sie klauten alles, was sie finden konnten. Bargeld, Navigationscomputer, Handy’s, Laptop’s und jede Menge Bargeld wurden quasi „enteignet“. Die Küstenwache wurde durch eine Signalrakete aufmerksam gemacht, welche vom überfallenen Ehepaar abgefeuert wurde.

Von den Tätern fehlt, wie fast immer in Venezuela, jede Spur. Nebenbei bemerkt zählen die Gewässer um Venezuela zu den gefährlichsten Küstengebieten für Jachten auf dieser Welt. Dies führt oft dazu, dass mehrere Jachten nur noch in Konvois auf Reise gehen.

Bleibt also folgendes Festzuhalten: Was die Regierung in Caracas vorlebt macht das Volk 1:1 nach. Brauchst du was oder hast du Wünsche, musst du nicht arbeiten und zuerst das notwendige Geld verdienen! Das Motto der Regierung ist klar vorgegeben: NIMM ES DENEN WEG, DIE ES BESITZEN- EGAL WIE!

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Gustavo

    Könnten Sie eine Quellenangabe zum Hotelraub machen? Denn ich finde mal wieder nichts davon in den oppositionellen Online-Zeitungen.
    Ausnahme: Bitte nicht „Globovision“ oder dessen Dunstkreis als Quelle angeben!

    PS: Normalerweise rauben Einbrechen keine TV-Geräte; lieber ist denen Handlicheres, das man auch auf dem Schwarzmarkt loswird und nicht auffällig transportieren und lagern muss …

    • 1.1
      Gustavo

      Zusatz: Ich fand nur etwas über steigende Tourismuszahlen (+ 12% in diesem Jahr) und dass schon 700.000 Touristen eure Insel besuchten – bestimmt weil es dort die Hölle ist!

      • 1.1.1
        afrika

        Was man natürlich dazu beifügen muss ist, dass jeder Tourist (auch Venezolaner) der die Insel besucht (alle Flugpassagiere die in Porlamar landen und alle Fährpassagiere) auf dieser Zahl eingerechnet ist.

    • 1.2
      afrika

      wie mir zugetragen wurde, wussten die Banditen exakt wieviele TV-Geräte neu engeliefert wurden. und wenn man gleich 30 stück verpackt mitnehmen kann, warum auch nicht? Ist ja viel einfacher zu verhöckern.

      • 1.2.1
        Gustavo

        Ach ja, wie heißt denn überhaupt das besagte Hotel?

    • 1.3
      Pandora

      Zitat Gustavo
      „PS: Normalerweise rauben Einbrechen keine TV-Geräte; lieber ist denen Handlicheres, das man auch auf dem Schwarzmarkt loswird und nicht auffällig transportieren und lagern muss …“

      @Gustavo
      Hier wird ALLES geklaut was nicht niet und nagel-fest ist , und wenn’s große Dinge sind – fährt eben gleich ein Pick-up vor !!

      Und kommen sie mir nicht damit , dass man ja die Polizei rufen könnte – nein , kann man nicht bzw es ist meist ein fataler Fehler , weil – sie fast immer mit involviert sind – oder selbst machtlos sind .
      HIER gilt das Motto der 3 Affen :
      Nichts sehen , nichts sagen , nichts hören !!!

  2. 2
    Der Bettler

    Das Hotel heißt Hotel-Kokobay Bilder Im Link von Afrika zu sehen. Der zusammengeschlagene Hotelmanager heißt Horst und ist ein Freund unter anderen auch von mir. Außerdem war auch noch ein Bericht im Internet auf Web.de. Daß Deine Blätter nichts bringen ist ja logisch, und
    Tourismus auf der Isla,vergiss es. Ich muss es wohl wissen,denn ich lebe hier mit ein paar Übriggebliebenen von ca, 40 Deutschen,Österreicher und
    Schweizer.Aber Du glaubst ja so nur das, was Deine Regierungsblättchen schreiben.

    • 2.1
      Heinz

      Deswegen gilt für Gustavo, stellvertretend für alle Linken, Wendehälse, Kommunisten und Schmierenfinken, das Zitat-leicht abgewandelt-:

      „Mit Verlaub, Herr …., Sie sind ein Arschloch.“ – Zwischenruf von Joschka, gerichtet an Bundestagsvizepräsident Richard Stücklen, nachdem dieser den Abgeordneten Jürgen Reents ausgeschlossen hatte, weil er Helmut Kohl als „von Flick freigekauft“ bezeichnet hatte, 18. Oktober 1984; zitiert nach Gunter Hofmann. Politik, wie Klein Moritz sie sich vorstellt… DIE ZEIT 26. Oktober 1984

  3. 3
    Pandora

    @Gustavo wieder .. tz tz tz , wie immer alles besser wissend !!

    Touristen aus dem Ausland sind kaum noch anzutreffen . Die , die noch kommen – sind überwiegend „Festländer“ , welche ein Apartment oder Haus auf der Isla besitzen oder gemietet haben . Erschwerend kommt noch dazu , dass es ständig Probleme mit den Fähren und den Flügen aufs Festland und zurück gibt . Wer will sich denn das noch antun ?!

  4. 4
    el ultimo marsiano

    in cua wollten einige leute einen malandro töten, ( la hora )….. nicht das erste mal…., merkwürdig und sehr ärgerlich das ihn die polizei rettete, den malanros wird geholfen, ist ja auch chaves seine streitmacht

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