Zoo Zürich: Chile-Flamingos ziehen im Pantanal ein

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Datum: 14. September 2011
Uhrzeit: 15:37 Uhr
Ressorts: Chile, Natur & Umwelt
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Wachstum der Kolonie ist vorgesehen

Der Zoo Zürich hat am Mittwoch (14.) im Bereich der neuen Pantanal-Anlage einen Lebensraum für die Chile-Flamingos eröffnet. Chile-Famingos beeindrucken vor allem in grossen Schwärmen, es ist ein wunderbarer Anblick, Tausende von rosaroten Flamingos in einem bläulichen, seichten Salzsee zu beobachten. Flamingos sind hochspezialisierte Vögel mit typischem Körperbau. Sie entwickelten sich vor rund 50 Millionen Jahren. Heute leben Flamingos in sechs Arten in Teilen Asiens, hauptsächlich jedoch in Afrika sowie in Mittel- und Südamerika.

Chile-Flamingos werden im Zoo Zürich seit 1951 gehalten. Seither sind 68 Küken geschlüpft, wovon allerdings nicht alle überlebt haben. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Flamingos beträgt dreißig bis vierzig Jahre; vereinzelt können die Vögel sogar bis zu fünfzig Jahre alt werden. Unser ältester Flamingo, ein Männchen, ist bereits 54 Jahre alt! Bis heute galt in den Zoos ein Altersrekord von 52 Jahren.

Die neue Flamingo-Anlage ist Teil der südamerikanischen Pantanal-Anlage für Tapire, Ameisenbären, Capybaras, Tschajas, Schwarzhalsschwäne, Gelbbrustkapuziner und Totenkopfäffchen, die nach einer Einwachszeit für die Pflanzen im nächsten Frühjahr eingeweiht wird. Über die Sumpflandschaft hinweg fällt der Blick des Besuchers auf den grossen Schwarm Flamingos im Hintergrund, die man beim Balzen, bei der Nahrungsaufnahme und der Brut beobachten kann. Auch wenn Flamingos grundsätzlich winterhart sind, muss eine Unterkunft vorhanden sein, falls der Teich einmal durchfriert. Das Gebäude liegt gut getarnt im Hintergrund der Anlage und kann von den Vögeln auch bezogen werden, ohne dass diese eingefangen werden müssen.

Die sonnenexponierte, grosszügige Wasser- und Wiesenlandschaft, der beheizte Futterteich sowie der frostsichere Innenraum sollen zum Wohlbefinden der Tiere beitragen. Dank einer ausgewogenen Diät, der Möglichkeit, den vorgesehenen Brutbereich während der Saison zu bewässern sowie der sorgfältigen Pflege des Reviertierpflegers Thomas Heer und seines Teams sollen zukünftige Brutaktivitäten zusätzlich stimuliert werden können. Ein Wachstum der Kolonie ist denn auch vorgesehen, bietet die Anlage doch Platz für 100 Flamingos.

Die neue Anlage wurde von den Landschaftsarchitekten Walter Vetsch und Urs Baumgartner sowie vom Architekten Christian Gautschi geplant und zusammen mit dem Projektleiter des Zoos, Andreas Hohl, ausgeführt. Die Anlage wurde mit dem Erlös aus dem Zoofäscht 2010 von CHF 940‘000.– finanziert.

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