Wohnungsbau in Venezuela als Lüge bezeichnet

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Datum: 26. September 2011
Uhrzeit: 14:20 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Regierung will von eigentlichen Problemen ablenken

Die ständig von der venezolanischen Regierung propagierten Zahlen über angeblich gebaute Wohnungen hat Julio Borges, Parteivorsitzender der Partei Primero Justicia (Gerechtigkeit zuerst) als Lüge bezeichnet.

„Die Entscheidung der Zentralbank von Venezuela (BCV), die Zahl der im zweiten Quartal des Jahres 2011 gebauten Wohnungen nicht zu veröffentlichten, lässt nur eine Erklärung zu. Sie wollen einmal mehr nicht zugeben, dass sie ihr erklärtes Ziel für dieses Jahr von 155.000 Häuser niemals erreichen werden“, so Borges während einer traditionellen Pressekonferenz am Sonntag (25.)

„Wir überprüfen diese angeblichen Erfolgsmeldungen ständig. Bisher wurden lediglich 19.842 Wohnungen gebaut. Viele Menschen gehen immer noch davon aus, dass sich bis Ende des Jahres etwas erfüllt, was sich in den vergangenen 13 Jahren noch nicht erfüllt hat. Mit ständig manipuliertem Meldung über Neubauten will die Regierung von ihren wahren Problemen ablenken. Ständig hören wir irgendwelche Bekanntgaben über China, Russland oder den Iran, die Tausende von Häusern bauen wollen- welche in Wahrheit nie gebaut werden. Wo sind die versprochen Häuser in Ciudad Caribia? Wo die zugesagten Wohnungen für Obdachlose in Ciudad Belén? Fahren Sie ruhig in die Gegend und suchen die Häuser, es werden Ihnen die Augen aufgehen. Dort steht außer ein paar Bauruinen nichts“, entrüstete sich der Vorsitzende der Oppositionspartei.

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  1. 1
    Der Bettler

    Ist doch nichts Neues.Wir wissen doch,daß die Überschwemmungsopfer von 2000 immer noch auf ihre Wohnungen warten,und nur ein Bruchteil
    von den angekündigten Probagandabauten entstanden ist.Alles beim Alten
    im Lande.

  2. 2
    afrika

    Das einzige was man an Baustellen sieht, sind Luxusanlagen in Meeresnähe, und ein paar Vergrösserungen in Ranchos. Auch sieht man ein paar wenige Gipsplattenhäuschen, welche Werbewirksam hingstellt wurden.
    Bedenkt man nur, wie viele Miliarden Dollars auf dem Weg zum Sozialen Wohnungsbau verschwinden und wie viele Venezolaner keine Arbeit haben, erlaubt sich die Frage; „warum gibt man den Obdachlosen nicht ein Stück Land, Zement, Bausteine, Latten und Wellblech und alles weitere Notwendige zum Bau eines Häuschens (alles unter Kontrolle des Bauvortschritts) und versorgt diese Familie wöchentlich mit allem Lebensnotwendigen“?

    Wieso muss eine Sozialwohnung 100.000 $ kosten?

    Und die dann sowieso nie gebaut wird!

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