Rock in Rio: Mediziner behandeln mehr Patienten als erwartet

Rock in Rio: Fan wird aus Menge herausgezogen

Datum: 27. September 2011
Uhrzeit: 14:51 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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► Über 3.300 Fälle am ersten Festival-Wochenende

An den ersten drei Tagen des Musikmarathos Rock in Rio 2011 wurden nach Angaben des zuständigen medizinischen Dienstleisters Rede D’Or mehr Patienten behandelt als erwartet. Allerdings habe es aufgrund der optimalen Infrastruktur keinerlei Probleme gegeben. In den sechs auf dem Festivalgelände installierten Sanitätsposten seien insgesamt 3.373 Fälle registriert worden. Diese entspreche mehr als ein Prozent der Gesamtbesucherzahl von 300.000.

Unerwartet hoch war auch das Aufkommen an Patienten an den eher kälteren Tagen. Während auf Freitag (23.) bei Temperaturen von über 30 Grad nur 863 Besucher behandelt wurden, waren es am Samstag (24.) und Sonntag (25.) insgesamt 1.127 respektive 1.383 kleine und große Patienten. Das Quecksilber zeigte an diesen Tagen teilweise weniger als 20 Grad an.

Um eine erstklassige medizinische Versorgung in der Cidade do Rock zu gewährleisten, hatte die in Brasilien landesweit mehrere Krankenhäuser betreibende Gesellschaft Rede D’Or die dreifache Zahl an Ärzten, Sanitätern und medizinischem Hilfspersonal abgestellt, wie sie in einem großen Krankenhaus benötigt werden. Neben den sechs Sanitätsstationen standen weitere 15 Ambulanzen und 40 Betten zur Verfügung. Neun Betten waren zudem für die Intensivmedizin ausgelegt und verfügten über Herz-Monitore, Defibrillatoren und künstlichen Beatmungssysteme in Fällen von Herzstillstand.

Laut dem medizinischen Leiter des Festivals, Dr. João Pantoja, waren jedoch die Mehrheit der Fälle eher harmloser Natur. Diese gingen meist nicht über Kopfschmerzen, Schwächeanfälle, Bluthochdruck, Verstauchungen oder Prellungen hinaus. Insgesamt 24 Patienten seien zur weiteren Behandlung in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht worden.

Der kritischste Fall des ersten Festival-Wochenende hat sich dabei am Samstag (24.) ereignet. Eine 19-jährige wurde mit Atemnot von Freunden an einen Sanitätsposten gebracht und musste dort vorübergehend künstlich beatmet werden. Auch sie wurde umgehend in eine Klinik überführt. „Die schnelle und effiziente Behandlung der sich im kritischen Zustand befindlichen Patientin hat ermöglicht, dass sie eventuell bereits nach zwei Tagen entlassen werden kann“ so Dr. Pantoja.

Die Ärzte gaben in Hinblick auf das kommende Wochenende erneut einige Empfehlungen heraus. So sollten die Fans nach jeder Show etwas leichtes essen, die gesamte Zeit über viel Flüssigkeit zu sich nehmen und auch auf die richtige Kleidung achten. Zudem sei es sinnvoll, sich auf der speziell für die medizinische Betreuung des Festivals eingerichteten Webseite zu registrieren und dort Kontaktdaten, Blutgruppe sowie eventuelle Allergien und Vorerkrankungen zu hinterlegen. So könnte den Patienten im Notfall schneller geholfen werden.

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