Kuba: Menschenrechtlerin entführt

golpizas

Datum: 30. September 2011
Uhrzeit: 06:53 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Verhaftungswelle und Polizeigewalt gegen Andersdenkende

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, geht die Castro-Regierung mit einer neuen Verhaftungswelle gegen die kubanische Bürgerrechtsbewegung vor. Die Menschenrechtlerin Yris Tamara Pérez Aguilera und weitere festgenommene Bürgerrechtler sind seit ihrer Verhaftung am 26. September spurlos verschwunden. Ihre Familien fürchten um ihr Leben. Das Ehepaar Sarah Marta Fonseca Quevado und Julio León Fonseca ist weiterhin in Haft und hat einen Hungerstreik begonnen, so die IGFM.

Am 24. September wurden kubanische Menschenrechtler in Río Verde während eines friedlichen Marsches festgenommen. Unter den Verhafteten sind auch Sarah Marta Fonseca Quevado, die von der Polizei schwer verletzt wurde, und ihr Ehemann Julio León Fonseca. Am 26. September führte eine Gruppe von Menschenrechtlern, darunter auch Yris Tamara Pérez Aguilera, Sprecherin der Bewegung „Movimiento Feminino por los Derechos Civiles Rosa Parks“, eine friedliche Demonstration durch. Ziel war es, die Polizei dazu zu bewegen, Sarah Martha Fonseca Quevado aufgrund ihres schlechten gesundheitlichen Zustandes frei zu lassen. Sie wurde während des Marsches in Río Verde von der Polizei brutal geschlagen und hat schwere Verletzungen an der Wirbelsäule erlitten.

Als die Bürgerrechtler Yris Tamara Peréz Aguilera, Donaida Pérez Paseiro, Yamara Reyes Mesa, Mariblanca Avila Espósito und Julito León Fonseca eine Polizeistation (Sección 21) in Havanna betreten wollten, um Informationen über die Festgenommenen einzuholen, wurden sie attackiert. Mariblanca Avila Espósito, die mit Yris Tamara Peréz Aguilera um die Freilassung von Fonseca Quevado bat, berichtete, dass die Polizisten Peréz Aguilera in den Nacken und das Gesicht schlugen und sie gewaltsam in die Wache zerrten. Sie selbst wurde von den Polizisten nach dem Aufenthalt auf der Wache am Stadtrand von La Habana „ausgesetzt“. Wie die IGFM berichtete, wurden bereits am Samstagabend Anhängerinnen der „Damas de Blanco“, die sich nach der Situation der Verhafteten erkundigen wollten, verhaftet.

Später wurde Frau Yris Tamara Pérez Aguilera auf die Polizeiwache Aguila y Dragones gebracht, wo sie am Mittag des 26. Septembers spurlos verschwand. Der Verbleib ihrer Mitstreiterinnen Donaida Pérez Paseiro und Yaimara Reyes Mesa, die auch Anhängerinnen der Gruppe „Movimiento Feminista Rosa Parks“ sind, ist ebenfalls ungewiss. Julito León Fonseca wurde bereits am Montagabend freigelassen. Jorge Luis García Pérez, ein bekannter kubanischer Bürgerrechtler, bezeichnete das Vorgehen der Polizei als politische Entführung und startete einen Aufruf an die internationale Gemeinschaft, er fürchtet um das Leben seiner Ehefrau Yris Tamara Pérez Aguilera, so die IGFM.

Die IGFM fordert die sofortige Freilassung der teilweise schwer verletzten Bürgerrechtler. Sprecher der Menschenrechtsgesellschaft verurteilten die massive Gewalt der Polizei gegen friedlich Protestierende. Die Wahl der Mittel, darunter willkürliche Festnahmen, Gewalt und Entführung zeigen, wie schwach die kubanische Regierung tatsächlich ist. Die IGFM ist auf Kuba mit einer eigenen Gruppe vertreten. Sie fordert die Anerkennung und Beachtung der Menschenrechte in Kuba und ein Ende der Unterdrückung.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Der Bettler

    Hallo Gysi und Die Linke!!! Ganz genau durchlesen!!!!
    Solche Schw…e sind eure Freunde.Schämt euch in Grund und Boden!!!!
    Hoffentlich werdet ihr auch mal so behandelt,damit ihr merkt wie weh das tut,mehr in der Seele als am Körper.

  2. 2
    afrika

    Schade ist, dass die Linken, keine Ahnung haben wie gut Sozialismus in Wirklichkeit ist.
    Das Problem der Linken ist, dass sie glauben die einzigen Messias auf der Welt zu sein und alles und jeden Verfolgen müssten, der nicht genau die gleiche Ansicht ertritt.
    Und das Schlimmste ist, dass die Linken viel zu sehr damit beschäftigt sind ihre kelinen gesellschaftlichen Vorteile und Privilegien zu verteidigen, und Machtgeil werden.
    Sozialismus hat auch mit Demokratie zu tun, wo bei die Demokratie bisher immer auf der Strecke bliebt, und das in jedem sozialistischen System.

    Als Beispiel werden Länder unter sozialistische Regieme wie Familienbetriebe betrachtet und entsprechend geführt und ausgenutzt.

    Diese Politverbrecher führen sich nach der Machübernahme auf wie Könige und errichten meist auch gleich eine Erbmonarchie.

    so geschehen oder angestrebt in: Norkorea, Lybien, Kuba, versch. ehml. Sovietrepubliken u.a. Acerbajtschan, DDR, Agypten, Venezuela,

    Es leben die Könige des Sozialismus

  3. 3
    Birte Röder

    Ich halte diesen tapferen Leuten auf Kuba die Daumen und wünsche ganz viel Kraft für ihren Kampf um Freiheit und Menschenrechte. Ihnen muss man ein langes Leben wünschen.
    Wo sind denn die Kommentare derer, die am 13. August Castro hier überschwänglich Geburtstagsgrüße übermittelten, ohne zu vergessen, ihm ein langes Leben zu wünschen ?

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