Damen in Weiß: Laura Pollán auf Kuba gestorben

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Datum: 14. Oktober 2011
Uhrzeit: 22:23 Uhr
Ressorts: Kuba, Panorama
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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► Unermüdlicher Kampf gegen die Castro-Diktatur

Laura Pollán, Anführerin der kubanischen Dissidenten-Gruppe Damen in Weiß, ist am Freitag (14.) um 19:50 Uhr Ortszeit im Alter von 63 Jahren in Havanna an einem Herzstillstand gestorben. Pollán kam bereits vor einer Woche auf die Intensivstation der Krankenhauses “Calixto García” in der kubanischen Hauptstadt. „Wir gehen davon aus, dass Pollán einem Herzstillstand erlag. Eine detailliertes Ergebnis wird die Obduktion ergeben“, teilte Elizardo Sánchez, Präsident der Kubanischen Kommission für Menschenrechte und Nationale Versöhnung (Comision Cubana de Derechos Humanos y Reconciliacion Nacional) mit. Der Körper von Pollán wurde am Samstagnachmittag Ortszeit eingeäschert.

Nach Angaben von Berta Soler, eine der Sprecherin der Gruppe, littt Pollán neben respiratorischer Insuffizienz und dekompensierter chronischer Diabetes auch am Dengue-Erreger vom Sereotyp DEN-4. Ihr Zustand wurde während ihres gesamten Krankenhausaufenthaltes als ernst bezeichnet. Die Trägerin des Sacharow-Preises des Europäischen Parlaments für Menschenrechte wurde bis zu ihrem Tod künstlich beatmet und erhielt wenige Stunden vor ihrem Tod noch einen Luftröhrenschnitt.

Pollán, Lehrerin von Beruf, marschierte seit dem Jahr 2003 mit der Gruppe der „Damas De Blanco“ durch die Straßen von Havanna. In ihren Händen trugen sie Gladiolen und demonstrierten friedlich gegen das kommunistische Regime des Castro-Clans. Sie forderten die Freilassung von Dutzenden kubanischen Dissidenten, welche zu 6 und 28 Jahren Gefängnis verurteilt waren. Ihr Mann, Héctor Maseda, war einer der 75 Inhaftierten und verbrachte 20 Jahre in einer Haftanstalt. Die Mitglieder der in staatlichen und linken Blättern oft als von den USA finanzierte „Söldner“ dargestellte Gruppe ist ständigen Repressalien ausgesetzt, Frauen werden geschlagen und in Gefängnisse verfrachtet.

Pollán bat im vergangenen Jahr Jaime Lucas Kardinal Ortega y Alamino, für die Gefangenen und ihre Familien mit der Regierung der Insel zu vermitteln. Dies war ein beispielloser Schub für einen Dialog der Kirche mit der Castro-Diktatur, welcher zur Freilassung von Dutzenden von politischen Gefangenen führte.

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  1. 1
    spanishjack

    Respekt!

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