Libyens Übergangsrat: „Muammar al Gaddafi ist tot“

gadd

Datum: 20. Oktober 2011
Uhrzeit: 09:39 Uhr
Leserecho: 11 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Gestürzter Diktator vermutlich auf Flucht erschossen

Nach Angaben des Nationalen Übergangsrates ist der gestürzte libysche Diktator Muammar al Gaddafi am Donnerstag (20.) bei einem Feuergefecht getötet worden. Dies erklärte der Sprecher der Übergangsregierung, Abdel Hafes Ghoga.

„Wir verkünden der Welt, dass Gaddafi durch die Hände der Revolution getötet wurde. Dies ist ein historischer Moment, es ist das Ende der Tyrannei und der Diktatur“ so Hafes Ghoga wörtlich.

Stunden zuvor waren bereits erste Gerüchte über die Verhaftung des ehemaligen Machthabers verbreitet worden. Gaddafi sei in den Nähe der Stadt Sirte festgenommen worden, dabei habe er Schußverletzungen an beiden Beinen erlitten. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte auf Berufung von angeblichen Augenzeugen gemeldet, der enge Freund und Verbündete des venezolanischen Staatspräsidenten Hugo Chávez habe in einem Loch Deckung gesucht und „nicht schießen, nicht schießen“ gerufen.

Kurze Zeit darauf veröffentlichte die französische Nachrichtenagentur AFP ein Handy-Foto, welches den Tod des Gaddafis belegen soll. Zwischenzeitlich wurden auch erste Videoaufnahmen der Aktion verbreitet, bei dem der Despot ums Leben gekommen sein soll. Der Leichnam soll inzwischen nach Misrata gebracht worden sein.

Währenddessen feierten die Menschen in Libyen frenetisch den Tod des ehemaligen Diktators. TV-Bilder zeigten jubelnde Menschen und bewaffnete Kämpfer, die zahlreiche Freudenschüsse in die Luft abgaben.

In einer ersten Stellungnahme hat die Europäische Union das „Ende der Ära von Gewaltherrschaft und Unterdrückung, unter der das libysche Volk zu lange gelitten hat“ begrüßt. EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zeigten sich in einer Stellungnahme überzeugt, dass „Libyen eine neue Seite in seiner Geschichte aufschlagen und eine neue demokratische Zukunft beginnen“ könne.

StepMap-Karte StepMap

Die venezolanische Nachrichtenagentur AVN hat nach der Bestätigung des Todes von Gaddafi mehrere kurz zuvor publizierte Propaganda-Meldungen von seiner Webseite entfernt.

Mindestens zwei Artikel mit den entsprechenden Überschriften „EEUU evita confirmar muerte de Gaddafi“ („USA wollen Tod von Gaddafi nicht bestätigen“) sowie „Otan asegura que Gaddafi sigue con vida“ („Nato versichert, dass Gaddafi weiterhin lebt“) sind mittlerweile nicht mehr aufrufbar.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    afrika

    Hugo sollte doch seinem Freund letztes Geleit geben und ihn persönlich begutachten. Das beste was geschehen konnte war seine Tötung, denn auf diese Weise muss die Welt und vor allem seine Opfer nicht noch Jahrelang seine Fresse in der Weltpresse betrachten.

  2. 2
    Martin Bauer

    Auf jeden Fall ist dies der beste Weg für alle Beteiligten, viel besser als Gefangennahme und ein endloser Prozess, sei es in Libyen oder in Den Haag.

    Das Schicksal von Venezuelas Diktator Hugo sieht genau so aus. Er sollte sich die Bilder genau anschauen! Das wird auch ihm blühen, wenn der Krebs nicht schneller ist, als sein Volk.

  3. 3
    Moin

    Chavez ist kein Diktator ihr deppen. Er ist ein mehrmals demokratisch gewählter Präsident. Eure Hirne sind derart mit Propaganda zugemüllt. Man man, null Faktenkenntnis..

    • 3.1
      escéptico

      rote Karte :)

    • 3.2
      hombre

      Moin, Du linker Spassvogel…logisch wurde er demokratisch gewählt, wie denn auch anders? wenn seit 40 Jahren die gesamte Opposition und Regimekritiker ermordet wurden!
      Da bleibt logischerweise kein anderer übrig als Gadaffi…

      Du bist fällig für eine Gehirnwäsche, die Mauer ist seit 20 Jahren der echten Demokratie gewichen aber Du hast’s verschlafen…Moin, Moin, das passt zu Dir!!!

      • 3.2.1
        hombre

        auf Hugo genauso gemünzt…

    • 3.3
      Martin Bauer

      Ja, in Hamburg sitzen die roten Hetzblätter, welche linksfaschistische Propagandalügen verbreiten. Die venezolanische Regierung hat dort sogar ein eigenes Propaganda Büro, für das deutsche Staatsbürger ohne Scham arbeiten. Deren Gestank weht manchmal über den Atlantik rüber bis zu uns nach Venezuela.

  4. 4
    Heinz

    @Chavez ist kein Diktator ihr deppen. Er ist ein mehrmals demokratisch gewählter Präsident. Eure Hirne sind derart mit Propaganda zugemüllt. Man man, null Faktenkenntnis..

    Wir beziehen unsere „Propaganda“ aus dem Land, in dem wir leben. Sie heimischer Wohnzimmerhocker.

    Ihr Typen seid einfach nur zum kotzen. Fresse–und linke Blättchen lesen–die genau so viel Ahnung haben wir ihr Trottel.

    Sei es drum–jetzt fehlen nur noch zwei: Diktatoren Chavez und der syrische Trottel.

  5. 5
    Der Bettler

    Wieder mal eine erfreuliche Nachricht.Wieder einer weniger von den
    Volkausbeutern und Sklavenhaltern.So geht einer nach den anderen.
    Und das ist gut so!!!!!!

  6. 6
    Der Bettler

    Moin (hört sich wie in Hamburg guten Morgen an) Als was würdest Du
    H.C.bezeichnen? Als den größten Demokraten aller Zeiten?
    Das ganze Land enteignet und verstaatlicht,keinerlei Meinungsfreiheit,
    Pressefreiheit,Protestmärsche von Antichavisten werden von der Polizei
    aufgelöst,Wahlbetrug hoch 3, (die 1. Wahl war regulär) Zensuren von Inter-
    net, TV und Radiosendungen.Ich glaube Dein Hirn ist mit Chavezprobaganda zugemüllt,denn hier siehst und hörst Du auf allen Kanälen und Radio und Lautsprecherautos nur Regierungsprobaganda.
    Was anderes gibt es hier nicht zu hören.Das sind die Fakten,dem das Volk
    von diesem kranken Hirn ausgesetzt sind.Das Land hat nur mehr Schrottwert, dank eines Hugo Chavez.Frag mich nur wer hier der größere Depp ist?

  7. 7
    Martin Bauer

    Wie dem auch sei, heute ist ein Tag zum Feiern für ale Demokraten dieser Welt. Mögen die noch amtierenden Diktatoren vor Angst zittern, denn auch sie sind bald an der Reihe, ihrer gerechten Strafe zugeführt zu werden.

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