Rousseff: „Die Welt muss Libyen jetzt unterstützen“

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Datum: 20. Oktober 2011
Uhrzeit: 19:09 Uhr
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Autor: Dietmar Lang
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► Nordafrikanisches Land sei im Prozess der Veränderung

Brasiliens Staatspräsidentin Dilma Rousseff hat in einer ersten Reaktion auf die Meldungen über den Tod des ehemaligen libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi die Weltgemeinschaft aufgerufen, das nordafrikanische Land bei seinem Demokratisierungsprozess zu unterstützen. Den Tod eines Menschen dürfe man jedoch niemals „feiern“.

„Libyen ist in einen Prozess der demokratischen Umgestaltung eingetreten. Aber das bedeutet nicht, dass wir den Tod eines jeglichen Anführers feiern dürfen“ zeigte sich das Staatsoberhaupt überzeugt. Nach eigenen Angaben war sie kurz zuvor seitens ihres Außenministers Antonio Patriota von der Ergreifung des ehemaligen Machthabers und den veröffentlichten Bildern der angeblichen Leiche informiert worden.

„Fakt ist, dass Libyen sich in einem demokratischen Prozess befindet und dies ist etwas, was die ganze Welt – ich denke, feiern ist nicht das richtige Wort – unterstützen und fördern sollte. Wir wollen, dass alle Länder die Möglichkeit haben, in Frieden und Demokratie zu leben“ so Rousseff abschließend und unterstrich die Äußerungen mit der Bemerkung, dass sämtliche Konflikte durch Verhandlungen gelöst werden müssten.

Das brasilianische Staatsoberhaupt befindet sich derzeit im Rahmen einer Afrikareise in Angola. In ihrer Stellungnahme stellte sie auch einen Vergleich mit dem dortigen 40 Jahre lang herrschenden Unabhängigkeits- und Bürgerkrieg (1961 bis 2002) an. Ein solches Ereignis habe massive negative Effekte auf ein Land. Vor allem die Menschen hätten jegliche Möglichkeiten verloren, wenn sie denn nicht sogar „massakriert“ worden wären. Auch nach dem Ende des Konflikts seien die Auswirkungen noch lange spürbar, so die Präsidentin in Hinblick auf die vor ihr nun geforderte Unterstützung der Weltgemeinschaft bei der Demokratisierung Libyens.

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