Nationaler Übergangsrat in Libyen: „Gaddafi starb durch Kopfschuss“

gaddafi

Datum: 20. Oktober 2011
Uhrzeit: 22:35 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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► Tod trat bei Ankunft im Krankenhaus auf

Der am Donnerstag (20.) in seiner Heimatstadt Sirte getötet libysche Diktator Muammar al-Gaddafi ist an einem Kopfschuss gestorben. Dies hat Mahmoud Jibril, Vorsitzender des Exekutivrats des Nationalen Übergangsrats in einer Pressekonferenz in Tripolis bekannt gegeben.

„Als sie (Milizionäre) ihn fanden, war er bei guter Gesundheit und hatte eine Waffe. Er wurde festgenommen und auf einen Pick-up hochgeladen. Beim Starten des Fahrzeugs kam es zu einem Schusswechsel zwischen Gaddafi-Kämpfern und revolutionären Truppen. Dabei erhielt er einen Schuss in den Kopf. Der Tod trat bei Ankunft im Krankenhaus auf“, so Jibril.

Damit ist neun Monate nach Beginn des „Arabischen Frühlings“ auch in Libyen der Weg frei für die Bildung einer provisorischen Übergangsregierung und die Vorbereitung demokratischer Wahlen. Während die meisten Staatschefs in Lateinamerika der Tod des libyschen Despoten als „Chance für den Frieden” in Libyen sehen, kommen aus Venezuela naturgemäß kritische Töne. Der venezolanische Staatspräsident Hugo Chávez sprach in einer ersten Stellungnahme von “Mord” und zeigte sich überzeugt, dass man seinen ehemaligen Verbündeten mit Sicherheit als “Märtyrer” und “großen Kämpfer” in Erinnerung behalten werde.

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  1. 1
    Martin Bauer

    Kann sehr gut sein, dass er „ermordet“ wurde. Kaum einer wollte ihn lebend haben, schon gar nicht diejenigen, die Jahrzehnte lang dicke Geschäfte mit ihm gemacht haben. Also vor allem deutsche, französische und italienische Firmen und Politiker. Aus dem gleichen Grund hat man ja auch Honnegger nicht vor Gericht gestellt, sondern ihn heimlich nach Südamerika ausgeflogen, wo er überraschend schnell „entschlief“, verdächtig schnell. Wenn solche Typen Gelegenheit erhielten, vor Gericht aus dem Nähkästchen zu plaudern, oder aus dem Gefängnis heraus ihre Memoiren zu veröffentlichen, würde das Köpferollen erst richtig anfangen.

    Hugo Chávez dürften die Nachrichten und Bilder von Tod Gaddaffis einige unruhige Nächte bereiten. Logisch, dass auch ihn viele aus dem In- und Ausland nicht vor Gericht sehen wollen. Der Krebs ist seine einzige realistische Chance, früher oder später nicht das Schicksal Gaddaffis zu teilen. Ob seine „wundersame Heilung“ in diesem Sinne eine gute Nachricht für ihn ist, wage ich zu bezweifeln.

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