Venezuela: Missmanagement verhindert Auslieferung von „Venirauto“

venirauto

Datum: 24. Oktober 2011
Uhrzeit: 12:55 Uhr
Leserecho: 8 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Fehlende Ersatzteile aus dem Iran

Die von Venezuela und Iran in einem Gemeinschaftsunternehmen produzierten Venirauto haben sich zu einem Ladenhüter entwickelt. Die berichtet die venezolanische Tageszeitung El Nacional. Schuld an diesem Zustand soll allerdings nicht mangelnde Nachfrage nach den auf den klingenden Namen “Antiimperialistisches Auto“ getauften Modelle sein, vielmehr führt Missmanagement dazu, dass sich die Autos auf Halde stauen.

Bis zum Jahr 2012 wollte das Unternehmen, das von Präsident Hugo Chávez und Mahmud Ahmadinejad gegründet wurde, pro Jahr 25.000 Autos herstellen. Diese sollten ein echter Konkurrent für General Motor, BMW und Peugeot werden. Die Fahrzeuge scheinen bei der Bevölkerung beliebt zu sein, Wartezeiten von bis zu drei Jahren sind normal.

Nach Angaben von El Nacional reiben sich die Fahrer auf der Autobahn bei Maracay, einer kleinen Stadt etwa 80 Kilometer Südöstlich von Caracas, verwundert die Augen. Am Produktionsstandort von Venirauto stehen hunderte halbfertige Fahrzeuge seit Monaten in der prallen Sonne, Arbeiter der beiden Montagelinien des iranisch-venezolanischen Unternehmens lümmeln lustlos in der Gegend.

„Hier sammeln sich immer mehr Fahrzeuge an, manche stehen schon seit 2008 hier. Wir warten auf Teile, die auf dem Seeweg aus dem Iran kommen sollen. Inzwischen hat die Sonne schon den Lack verbrannt, die Sitze der Autos sind total ausgebleicht“, zitiert die Tageszeitung einen der Montagearbeiter. Nach deren Angaben soll die geplante Jahresproduktion gerade einmal 50% erreichen, fehlende Marketingpläne verhindern einen erfolgreichen Verkauf.

Besitzer der Modelle sind ebenfalls verärgert. Da kaum Ersatzteile vorhanden sind, kann eine Reparatur bis zu acht Monate dauern. „Chávez predigt Sozialismus, alles was zählt ist die Rettung der Bolivarischen Revolution. Funktionieren tut allerdings so gut wie nichts“, so Ökonomin Bárbara Liraem.

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  1. 1
    Der Bettler

    Unter dieser Regierung wird auch nie mehr was funktionieren.Schlimmer kann es sowieso nicht mehr werden,also was solls.Warten wir ab,was die Zeit uns bringt.

    • 1.1
      peterweber

      Glaube mir eines Bettler, es wird noch viel schlimmer werrden.

  2. 2
    Pandora

    Erst verdarben tonnenweise Lebensmittel , jetzt eben Autos ….

    Bild und Text ( spanisch) ausführlich auch hier :
    http://www.reporteconfidencial.info/noticia/30141/los-carros-socialistas-se-pudren-en-los-patios-de-venirauto/

    • 2.1
      Anonymous

      … und selbst wenn sie auf die Straße kommen handelt es sich um „fabrikneuen Schrott“.

      • 2.1.1
        peterweber

        und frabrikneuen Schrott muss verarbeitet werden, und selbst dazu haben die Rothemden keine Moeglichkeit.

  3. 3
    Guillermo69

    Ein erfolgreiches Auto ist sowieso mehr als ein Zusammensetzen von Teilen…… Verbohrtes Denken und Propaganda war der Vater des Gedanken.

  4. 4
    Martin Bauer

    Die Erklärung ist ganz einfach. Laut Ministerium für Kommunikation (sprich „Propaganda“) müssen alle Motoren Venezuelas für die Revolution arbeiten. Wie sollen die dann noch Autos antreiben?

    • 4.1
      peterweber

      hahaha
      die roten affen koennen nicht mal ihren eigenen arsch antreiben.

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