Verbraucherschutz in Peru warnt vor giftigem Spielzeug
Hohe Konzentrationen an Schwermetallen
Angesichts des bevorstehenden Weihnachtsfestes hat der Verbraucherschutz in Peru vor giftigem Kinderspielzeug gewarnt. Mehrere konfiszierte Spielwaren in Lima wiesen laut der Peruanischen Verbrauchergemeinschaft ASPEC (Asociación Peruana de Consumidores y Usuarios) hohe Konzentrationen an Schwermetallen auf, welche zu dauerhaften Schäden an Nieren und Lungen von Kindern führen kann. Die Organisation wies darauf hin, dass bei Verwendung der Spielsachen das körperliche Wachstum und die geistige Entwicklung der Kinder beeinträchtigt werden könne.
Nach Angaben von Crisólogo Cáceres, Präsident der ASPEC, wurden in der peruanischen Hauptstadt Lima verschiedene Einkaufszentren und Spielzeugläden inspiziert. Dabei fiel besonders auf, dass viele Spielsachen nicht die erforderlichen Herkunftsbezeichnungen oder spezifizierte
Identifikationsdaten aufwiesen. “Schwermetalle (Blei und Chrom) in Spielzeug erzeugen toxische Schädigung der Nieren, Lunge und Darm. Sie verursachen auch eine verzögerte körperliche und geistige Entwicklung von Kindern”, so Cáceres. “Viele Spielsachen, welche von Kleinkindern wegen ihrer Größe leicht verschluckt werden können, sind nicht explizit mit einem Altershinweis gekennzeichnet und deswegen verboten. Ebenfalls entdeckten wir gewalttätiges Spielzeug wie Messer und Schwerter, welches Stichwunden verursachen könnte”, stellte der Experte fest.
“Am gefährlichsten waren unscheinbare farbige Holzpuzzle, die für Bildungseinrichtungen gedacht waren. Unsere Untersuchungen ergaben, dass die farbigen Holzteile bis zu 389 Milligramm Blei enthielten. Dies liegt über dem vierfachen der gesetzlich erlaubten Höchstgrenze”, warnte Cáceres. Nach seinen Worten wurden mehr als 500 verschiedene Spielsachen aus dem Verkehr gezogen.
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