Transparenz der Wahlen in Nicaragua im Visier der USA

Datum: 11. November 2011
Uhrzeit: 04:56 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)
► Erosion demokratischer Institutionen

Die USA haben die mangelnde Transparenz der Wahlen in Nicaragua bemängelt. Für Washington gibt es Unregelmäßigkeiten, welche das Vertrauen in die von der Wahlkommission ermittelten Ergebnisse reduzieren. Die aufgetretenen Unruhen mit mindestens vier Todesopfern weisen auf eine Erosion der demokratischen Institutionen hin.

„Wir sind und bleiben sehr über die Unregelmäßigkeiten bei den nicaraguanischen Wahlen besorgt. Diese Wahlen waren nicht transparent“, erklärte Mark Toner, Sprecher des State Departments. Er erinnerte daran, dass dies internationale Beobachter bestätigt hatten. „Unser Land teilt die Bedenken der Europäischen Union (EU) und der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS). All diese Tatsachen reduzieren unser Vertrauen in das Ergebnis der Wahl“.

Der derzeitige Präsident Daniel Ortega gewann seine Wiederwahl mit großer Mehrheit. Die Opposition bezeichnete das Ergebnis als Betrug und erkennt die Wahlen nicht an. „Ich appelliere an alle Beteiligten, die Meinungsverschiedenheiten mit friedlichen Mitteln zu lösen“, lautete ein Statement der EU aus Brüssel.

StepMap-Karte StepMap

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. was bilden sich die Amerikaner und seine sogenannten demokr. die die
    Menschenrechte so hochhalten eigentlich ein. Karsei Afganistan wurde von
    den Staaten akzeptiert obwohl alle wußten was dort abgelaufen ist.
    man findet keine Worte mehr bez.dieser verlogenen westl.Demokratien.

  2. 2
    Martin Bauer

    Westliche Politiker sind immer nur „besorgt“, auch wenn die Kacke schon lange am dampfen ist. Um was „sorgt“ er sich denn? Dass eintreten könnte, was ganz offensichtlich bereits eingetreten ist? Dass Ortega sich zum linksradikalen Diktator entwickeln könnte, wie Chávez und die Castros? Welch Geistes Kind Ortega ist, hat er doch schon längst offenbart. Wozu die Sorge?

    „All diese Tatsachen reduzieren unser Vertrauen in das Ergebnis der Wahl.“ soll heissen: „Diese Wahlen waren massiver Betrug.“ Aber wenn Mark Toner seine Worte präzis wählen würde, anstatt eine Schleimspur zu legen, hiesse dies für die US Regierung, Ortega als Präsident nicht anzuerkennen und daraus entsprechende Konsequenzen zu ziehen. Also bleibt man lieber „besorgt“ und das nicaraguanische Volk betrogen.

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!