Ratten erschnüffeln tödliche Minen in Kolumbien

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Datum: 23. November 2011
Uhrzeit: 15:27 Uhr
Ressorts: Kolumbien, Panorama
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Autor: Redaktion
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► Testergebnisse im Labor waren überzeugend

Elf Ratten befinden sich in einer kolumbianischen Polizeischule in der letzten Phase einer mehrmonatigen Ausbildung. Die von der Außenwelt streng abgeschirmten Nagetiere sollen eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Sicherheit des von heftigen inneren Konflikten heimgesuchten Nachbarlandes von Venezuela spielen.

Die intelligenten Tiere sind in der Endphase eines Trainingsprogramms und werden nach Abschluss ihrer Ausbildung fähig sein, gefährliche Landminen aufzuspüren. Diese werden häufig von der linksgerichteten Terrororganisation FARC (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) ausgelegt, um unschuldige Zivilisten und Soldaten zu töten.

Das Projekt der Regierung begann bereits im Jahr 2006. Seit Jahren werden spezielle Ratten gezüchtet, die das zur Herstellung der tödlichen Minen verwendete Metall erschnüffeln können. Kolumbianische Wissenschaftler beschlossen die Ausbildung von Ratten, da die Tiere über einen
hoch entwickelten Geruchssinn verfügen. Im Gegensatz zu Hunden sind die Allesfresser wesentlich leichter und können eine Mine gefahrlos berühren.

In einer ersten Phase der Ausbildung müssen die Tiere mehrere Sprachbefehle perfekt erlernen. Danach werden sie im Außenbereich auf die Erkennung von spezifischen Gerüchen der Minen trainiert. Die Wissenschaftler mussten fünf Generationen von Ratten züchten, bis die Tiere zum vollständigen Erlernen des Trainingsprogramms in der Lage waren. Anfang nächsten Jahres werden die Tiere zu ersten Feldversuchen eingesetzt, Testergebnisse im Labor waren überzeugend.

In der ersten Hälfte des Jahres 2011 wurden nach offiziellen Statistiken der Regierung vierzig Menschen durch Minen getötet, 247 zum Teil lebensgefährlich verletzt. Experten bestätigen, dass die meisten der Sprengkörper von der FARC und der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) ausgelegt werden.

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