Depressionen werden zum Problem der Entwicklungsländer

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Photo illustration by Mindy Ricketts
Datum: 06. Oktober 2009
Uhrzeit: 13:33 Uhr
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Autor: Redaktion
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Ein am 03. September veröffentlichter Bericht von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt, dass in den nächsten 20 Jahren Depressionen zu den häufigsten Krankheiten in der Welt zählen werden.

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In Zukunft werden immer mehr Menschen an dieser Krankheit leiden, mehr als an jedem anderen gesundheitlichen Problem, einschließlich Krebs und Herzkrankheiten.

Nach Angaben der WHO wird die Depression hohe Anforderungen an alle Regierungen weltweit stellen, da sie wirtschaftliche und soziale Kosten fordern wird, die die Regierungen generieren müssen. Depressionen werden für hohe Behandlungskosten für die Bevölkerung sorgen und vermehrt zu Produktionsausfällen führen.

“Wir können sagen, es ist eine “stille Epidemie”, weil von den Ärzten zunehmend Depressionen diagnostiziert werden, sie sind überall und sie erhöhen sich, während andere Krankheiten zurückgehen”, sagte ein Sprecher der WHO.

Nach Ansicht der WHO sind die armen Länder diejenigen, die mit den Problemen am stärksten konfrontiert werden. In diesen Ländern gibt es wesentlich mehr Fälle von Depression als in den entwickelten Ländern.

Derzeit sind mehr als 450 Millionen Menschen direkt von psychischen Störungen betroffen, die meisten davon in den Entwicklungsländern, teilte die WHO mit. Die Informationen wurden in der Global Summit of Mental Health, in Athen, Griechenland veröffentlicht.

“Die WHO-Zahlen zeigen deutlich, dass die Belastungen der Depression (in Bezug auf die Gesundheit der Betroffenen) stark zunehmen wird, so dass die Krankheit im Jahr 2030 eine der Hauptursachen aller Todesfälle sein wird (innerhalb der  Bevölkerung), sagte Shekhar Saxena, Department of Mental Health der WHO.

Nach Saxena werden Depressionen häufiger als anderen Krankheiten bei der Bevölkerung gefürchtet, mehr als AIDS oder Krebs.

Nach Aussagen des Arztes werden die Kosten für eine Behandlung der Krankheit in den Entwicklungsländern deutlich ansteigen, da es dort immer mehr Fälle von Depressionen geben wird, die Länder jedoch über keine genügenden finanziellen Mittel verfügen um diese psychischen Störungen zu behandeln.

“Wir haben Daten, die zeigen, dass die ärmsten Länder die meisten Fälle an Depression haben, mehr als die reichen Länder. Darüber hinaus haben auch die armen Menschen in den reichen Ländern eine  höhere Inzidenz von Depression als reiche Leute in diesen Ländern”, sagt Saxena. “Depression hat viele Ursachen, eine biologische, aber einige dieser Ursachen kommen auch von Umweltbelastungen und der arme Mensch leidet natürlich unter mehr Stress in seinem täglichen Leben als der wohlhabende, dieses ist nicht überraschend, sie haben deswegen mehr Depressionen”, teilte Saxena mit.

Laut dem Arzt, machen der Anstieg der Fälle von Depression und die wirtschaftlichen und sozialen Kosten der Krankheit eine dringende Änderung der Einstellung für das Problem notwendig.

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