Haiti: Deus Ex Machina – Gott kam aus dem Internet

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Datum: 06. Dezember 2011
Uhrzeit: 21:59 Uhr
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Autor: Otto Hegnauer
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In meiner Knirps- und Leseratten-Zeit spielte der „Deus ex machina“ noch eine Rolle, man meinte damit die Theatermaschine. Die Maschine hat sich zum Internet verwandelt, die Bühne ist geblieben. Auch die haïtischen Wunder blühen heute aus dem Internet, nicht nur aus den Steinen. Die Internet-Gruppe „Idealizer“ ist es nämlich, die mir ein Joint Venture und eine Spende für unsere kleine Schule, unten in der Schlucht von Lakou-Mango, kredenzte, die erste Zahlung. die aus dem Ausland stammt und eintraf.

Meine Leistungen und Links waren seit 25 Jahren gratis, neu ist die Idee, sie in Zukunft mit Spendenbitten für unsere kleine Schule zu verbinden. Und siehe da, es hat geklappt! Idealizer und Swissfot unterstützen gemeinsam humanitäre Projekte, leisten etwas, was die Hilfswerke samt ihren Spendenmilliarden und die Politiker nicht schaffen.

Idealizer „bietet Möglichkeiten zur Partizipation an der Gestaltung, Konzeption und Kommerzialisierung von Internet-Projekten und Innovationen“. In Zukunft werden die Besucher örtliche Dienstleistungen und Angebote, Häuser und Wohnungen, Arbeitsstellen, Autos und anderes was man so braucht bei Swissfot finden und handeln können, und etliche Innovationen warten noch in unseren Köpfen. Natürlich war ich da sofort Feuer und Flamme, ich habe ja innovative Leistungen gepusht seit es Swissfot und Internet gibt. Besonders freut mich, dass die erste Geldspende nicht von einem Staat oder von einem der grossen Hilfswerke gekommen ist, die heute das Regiment führen (von „Regieren“ kann man ja nicht sprechen), sondern vom „Gott aus dem Internet“, wie sich der heutige „Deus ex machina“ darstellt. Und die Armen da unten haben ja ohnehin nichts als das permanente Gebet, um in ihrer Misere weiter zu leben. Und „Gott aus dem Internet“ ist für sie eine Bestätigung, Mut und Zuversicht nicht zu verlieren.

Humanitäre Projekte harzen. Wir versuchen, sie mit wirtschaftlichem Wachstum zu verbinden. Der zündende Funke ist übergesprungen. An Euch liegt es jetzt, liebe Leser und Fans, dass aus dem Funken ein Flächenbrand wird. Vielleicht kommt eines Tages Hilfe auch für andere vergessene Schulen zustande, für das, was die Politiker verschlampen. Hoffentlich werden wir die noch das Fürchten lehren, die Politiker. Fürchten vor dem, was Volksgeist, Wille und Herz fertig bringen, auch ohne Millionen und Milliarden, sogar ohne einen einzigen Gourde. Wir wollen eine Schule bauen für die Ärmsten, die keine haben. Und wir haben sie!. Wir möchten, dass auch dieses Beispiel Schule machen wird! Zeigen dass das geht. Eben, mit Wille und Herz.

Dass die Post nach Haïti Schneckenpost ist, habt Ihr wohl schon gelesen. Etwa von dem Brief, dessen Transport aus der Schweiz sechs Jahre dauerte. Oder von dem Buch meines Freundes Arthur Brühlmeier „Menschen bilden“, das er mir nach dem Erscheinen, das war vor Jahren, als Geschenk sandte. Wohlverstanden, per Post und per Einschreiben. Und das überhaupt nie ankam. Und wohlverstanden, es war bei weitem nicht das einzige.

Da ändert auch die Ehre nicht viel, bei der Deutschen Post eine eigene Briefmarke zu haben. Es bringt immerhin Motivation. Dass bei den Deutschen noch (fast) alles nach Vorbild läuft, wird ja auch von niemandem bezweifelt. Der Schlendrian kommt erst ausserhalb des Hoheitsgebietes. Man kann Aufträge durch Nachlässigkeit, Blödheit, Faulheit, aber auch durch Pedanterie verschlampen, wie gewisse Schweizer Banken.

Aufgrund dieser typischen Erfahrungen habe ich mein eigenes Konto in Truitiers (siehe unten) zur Verfügung gestellt. Dass das funktioniert, ist jetzt bewiesen. Das Geld war innert 2 Tagen da. In „meiner“ Schule können sie wieder unbeschwert singen und tanzen, Danke, wir bauen weiter!

Spenden sind willkommen. Jeder Franken kommt der Schule für arme Kinder zugut. Dafür bürgen Prof. Dr. Angela Knauer, Dirk Knauer, Melissa Charles und Otto Hegnauer. Danke!

Otto Hegnauer Kto. 27-1100-268-9 Sogebank Truitiers Haiti SWIFT SOGHHTPP

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Die exklusive Haiti-Kolumne im latina press Nachrichtenportal von Otto ‚Swissfot‘ Hegnauer. Der ehemalige Lehrer lebt seit mehreren Jahrzehnten auf Haiti und berichtet exklusiv von seinem täglichen Leben auf der Insel Hispaniola.

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