Peru: Terrororganisation „Sendero Luminoso“ fordert Waffenstillstand

Artemioandfriends

Datum: 07. Dezember 2011
Uhrzeit: 20:30 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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► Rebellen gestehen Niederlage ein

Die peruanische Terrororganisation Sendero Luminoso (Leuchtender Pfad) hat am Mittwoch (7.) einen militärischen Waffenstillstand angekündigt. Gleichzeitig forderte der Führer der maoistischen Gruppierung die Regierung dazu auf, mit Friedensverhandlungen zu beginnen.

„Genosse Artemio“, Führer der Rebellen-Gruppe, gestand in einem Interview mit dem investigativjournalistischen Internetportal „IDL-Reporteros“ die Niederlage der Guerillas ein. „Es ist real, wir sind besiegt und werden dies nicht leugnen“, so der 47-jährige José Flores Hala (Artemio). Nach Angaben von IDL fand das Interview im „Valle del Huallaga“ (Coca-Anbaugebiet) statt, wo sich ein Unterschlupf der Rebellen befindet.

„Wir haben nicht die Absicht weiterzukämpfen und schlagen eine politische Lösung vor“, erklärte der Anführer und wies darauf hin, dass er in den letzten Monaten zwei Mal erfolglos eine Kontaktaufnahme zu Präsident Ollanta Humala versucht habe. Hala garantierte, dass es keine Angriffe mehr geben werde. „Wir werden keine Angriffe mehr durchführen- sollte man uns nicht angreifen bleiben wir in der Deffensive. Ich werde meine Armee allerdings erst auflösen, wenn es einen offenen und echten Prozess der Verhandlungen gibt“.

Der Leuchtende Pfad verwüstete Peru von 1980 – 1990 mit einer Welle terroristischer Gewalt. Laut einem Bericht der Kommission für Wahrheit und Aussöhnung forderten die Kämpfe zwischen 1980 und 2000 fast 70.000 Tote.

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  1. 1
    Martin Bauer

    Es ist sicher kein Zufall, dass Sendero Luminoso gerade jetzt, nach Amtsantritt eines linken Präsidenten aufgibt. Es würde ja wenig Sinn machen, wenn sich Gleichgesinnte untereinander bekämpfen.

    Allerdings scheint Ollanta Humala einen eher sozial-liberalen, demokratischen Weg einzuschlagen, inzwischen unter klarer Abkehr von den radikalen Linken. Dabei kann man ihm nur Glück und Erfolg wünschen.

    Anzunehmen, dass sich Mitglieder einer mörderischen Terroristengruppe wieder in friedliche Bürger zurück verwandeln, die das Gesetz achten und einer normalen Beschäftigung nach gehen, halte ich für für gewagt. Deshalb ist auch Humalas Zurückhaltung verständlich. Aber diese Truppe ist nun mal da. Man kann sie weder ignorieren noch eliminieren. Also sollte man mit ihnen reden und ihnen ein Angebot machen, dass sie nicht ablehnen können.

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