Falkland-Inseln: Großbritannien will sich auf „Ernstfall“ vorbereiten

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Datum: 22. Dezember 2011
Uhrzeit: 12:25 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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► Britisches Atom-U-Boot soll in Südatlantik verlegt werden

Nach der geschlossenen Haltung der Mercosur-Staaten, Schiffen und der Flagge der Falkland-Inseln die Einfahrt in ihre Häfen zu verwehren, bereitet sich Großbritannien laut einem Artikel der britischen Tageszeitung Daily Mail angeblich auf einen möglichen neuen militärischen Konflikt vor. Demnach soll das Militär des Vereinigten Königreichs darauf drängen, ein Atom-U-Boot in die Region im Südatlantik zu verlegen.

Die Maßnahme soll eine bessere Verteidigung des Archipels vor der südamerikanischen Küste ermöglichen, auf dem in kommenden Jahr unter anderem Prinz William seinen Militärdienst ableisten wird. Britische Geheimdienstkreise schließen derzeit zwar „eine echte militärische Bedrohung“ seitens der argentinischen Luftwaffe aus, sollte sich dies jedoch ändern, sei man „sehr schnell“ einsatzbereit.

„Wir sind zuversichtlich, dass die Argentinier auch nicht versuchen werden, mit einem Fischerboot die Insel zu erreichen. Aber es ist sehr wichtig, dass wir es ernst meinen mit unseren Verpflichtungen (gegenüber den Bewohnern der Kolonie)“ so ein britischer Offizier, der namentlich nicht genannt werden wollte. Auch der britische Verteidigungsminister Philip Hammond wurde laut der Daily Mail bereits über einen möglichen militärischen Konflikt informiert, sollten sich die bilateralen Beziehungen zwischen Großbritannien und Argentinien weiter verschlechtern.

Argentinien und Großbritannien streiten bereits seit 1833 um die “Islas Malvinas”. 1982 endete der Streit im Falkland-Krieg, ausgelöst durch eine Invasion der argentinischen Militärjunta. Nach einem kurzen bewaffneten Konflikt, bei dem 255 Briten und 648 Argentinier getötet wurden, übernahm das Vereinigte Königreich wieder die Kontrolle über die Inseln, die im Rahmen der Unabhängigkeit Argentiniens am 9. Juli 1816 nach Auffassung des südamerikanischen Landes in das eigene Staatsgebiet integriert wurde.

Am vergangenen Dienstag hatten die Staatspräsidenten der Handelsunion Mercosur bei ihrem Gipfeltreffen in Montevideo in Uruguay einstimmig beschlossen, Schiffen unter der Flagge der Falklandinseln den Zugang zu ihren Häfen zu verbieten. Dies gelte unabhängig davon, ob sich die Schiffe im Transit befänden oder direkt von dem im Atlantik liegenden Archipel kommen. Betroffen sind damit derzeit sämtliche Häfen von Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay.

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  1. 1
    Miguel Ponte

    In obigem Artikel heißt es am Ende: „Betroffen (von der Blokede) sind damit derzeit sämtliche Häfen von Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay.“
    Hallo, seit wann hat PARAGUAY Seehäfen?
    Habe ich da in der Schule nicht aufgepasst?
    Ich bitte freundlichst um ein Update meines Wissens.

  2. 2
    Ruben

    Über den rio del plata ( Silberfluß ) ist Paraguay verbunden mit dem Meer.

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