Lateinamerika: Rüstungsspirale in Venezuela dreht sich weiter

chav

Datum: 18. Januar 2012
Uhrzeit: 06:43 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Größte Kampfkraft seit 50 Jahren

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat neue Waffenlieferungen aus Russland angekündigt. Darunter befinden sich nach seinen Worten unter anderem Panzer, Raketenwerfer und Flugabwehrsysteme.
„Heute beginnt der zweite Teil der Lieferung aus Russland. Niemand wird wagen, uns anzugreifen“, erklärte der bolivarische Führer bei der Ernennung des neuen Verteidigungsministers General Henry Rangel Silva.

Er erinnerte daran, dass er am Dienstag (17.) mit dem russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin telefonierte. Diese versicherte ihm die weitere Zusammenarbeit im Öl-, Energie-, Lebensmittel-, Wissenschafts- und Technologiesektor. „Venezuela besitzt die größte Kampfkraft seit 50 Jahren. Dies ist ein Teil der nationalen Macht, niemand wird uns angreifen können. Wir sind ein friedliches Land und wollen keinen Krieg“, teilte das Staatsoberhaupt mit.

Laut Verteidigungsminister Rangel ist sein Land froh, „den Kreis der technologischen Abhängigkeit von den Weltmarktführern für Rüstung zu brechen und seine Souveränität mit Geräten aus China und Russland sicherzustellen“. Im April 2011 gab der staatliche Monopol-Exporteur Russlands für Rüstungsgüter Rosoboronexport in Moskau bekannt, dass Venezuela in den letzten fünf Jahren für fast 11 Milliarden US-Dollar Waffen kaufte. Darüber hinaus unterzeichneten Venezuela und Spanien im November 2005 eine Vereinbarung, für den Bau von acht Schiffen durch das Rüstungsunternehmen Navantia.

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  1. 1
    togo

    „Rüstungsspirale in Venezuela dreht sich weiter“ – laut „Stockholm International Peace Research Institute“ bewegen sich die Militärausgaben Venezuelas zwischen 1991 und 2009 bei 1,5% vom BIP. Am höchsten war es 1993 mit geschätzten 2,1%

    2010 lagen die Ausgaben bei 1,4% und waren niedriger als im Jahr zuvor. Für 2011 veröffentlichte die Organisation noch keine Zahlen.

    Andere Länder haben (gemessen am BIP) höhere Militärausgaben als Venezuela (z.B. Chile, Kolumbien, Brasilien)

    Kurz: Laut den Fakten ist die Überschrift ist nicht korrekt ;-)

  2. 2
    peterweber

    Gegen wen sich ein Land wie Venezuela mit seinen „Angriffswaffen“ verteidigen soll, weis wohl nur der Dirigent Hugo Chavez.
    Im übrigen sehen Panzer ja ganz nett aus, was aber mit ihnen im Krieg geschieht, hat man in den letzten Konflikten deutlich gesehen.
    Wenn man sich in Caracas also nur verteidigen will, brauchts keine Panzer, sondern Kampfhelikopter der neusten Generation.

    Zudem sind die statistischen Spielereien über Rüstungsprozent-Ausgaben mit Sorgfalt zu geniessen.

    Und was die statistischen Zahlen in den letzten 12 Jahren zu Tage förderten, war ja nicht immer Stubenrein.

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