Wachsender Unmut in Haiti

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Datum: 04. Februar 2010
Uhrzeit: 09:35 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Laut Premierminister Jean-Max-Bellerive stieg die Zahl der Todesopfer in Haiti auf über 200.000 an. Auf den Strassen in Port-au-Prince kommt es immer mehr zu wütenden Proteste über die langsame Ankunft der Beihilfen.

Mehr als drei Wochen nach dem verheeren Erdbeben in Haiti zeichnet sich langsam das ganze Ausmass der Tragödie ab. Mehr als 200.000 Tote wurden offiziell registriert, 300.000 Verletzte befinden sich in Behandlung, mehr als 4.000 Amputationen wurden wegen schrecklicher Quetschverletzungen durchgeführt. Insgesamt vernichtete das Beben 250.000 Häuser.

Inzwischen macht sich Unmut in Haiti breit. Trotz massiven Hilfsaktionen gibt es einen erheblichen Mangel bei der allgemeinen Koordination. Das schiere Ausmaß der Schäden, die Verteilung von Nahrungsmitteln und Wasser führt zu wachsenden Spannungen unter einer Million obdachloser Menschen.

„Die haitianische Regierung hat nichts für uns getan hat,sie haben uns nicht die Lebensmtitel gegeben, die wir brauchen“, rufen mehr als 300 aufgebrachte Menschen vor dem Büro des Bürgermeisters in Petionville.

Weitere 200 Demonstranten marschierten in Richtung US-Botschaft und schrien nach Lebensmitteln und Hilfsgütern. Etwa 50 Demonstranten versammelten sich vor dem Polizeipräsidium, wo die haitianische Regierung von Präsident Rene Preval vorübergehend installiert ist. „Nieder mit Preval. Es gibt nichts zu essen, wie haben keine Zelte“ rief die aufgebrachte Menge. Inzwischen bat UN-Chef Ban Ki-moon den ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton eine Führungsrolle bei der Koordinierung der internationalen Hilfe zu übernehmen.

Mehrere Organisation beklagten die Verteilung der Hilfsmittel. Die Lager am Flughafen und an der Stadtgrenze von Port-au-Prince sind voll mit Lebensmitteln und Zelten. Allerdings gibt es grosse Schwierigkeiten bei der Verteilung. Die bisher zugesagten Spendengelder treffen ebenfalls sehr spärlich ein. Gleichzeitig teilte die Regierung mit, dass die anstehenden Parlamentswahlen verschoben werden.

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