Ecuador: „NaturFreunde Deutschlands“ begrüßen deutschen Beitrag für den Yasuní-Nationalpark

Datum: 29. Januar 2012
Uhrzeit: 21:48 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Als wichtigen Teilerfolg bezeichnet

Die Umweltschutzorganisation NaturFreunde Deutschlands, eine der ältesten und größten Umweltorganisationen weltweit, hat sich zur angekündigten Bereitstellung von 34,5 Millionen Euro für die Rettung des ecuadorianischen Yasuní-Nationalparks erfreut gezeigt. Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands, bezeichnete dies als wichtigen Teilerfolg für die Erhaltung dieses einmaligen Naturerbes.

„Der Widerstand der letzten Monate hat sich gelohnt. Mit dem finanziellen Angebot der Bundesregierung an die ecuadorianische Regierung, 34,5 Millionen Euro für die Rettung des Yasuní-Nationalparks bereitzustellen, wurde ein wichtiger Teilerfolg für die Erhaltung dieses einmaligen Naturerbes erreicht. Die NaturFreunde Deutschlands bleiben trotzdem bei ihrer Forderung, dass die Bundesregierung auch die sogenannte ITT-Initiative der ecuadorianischen Regierung unterstützen soll. Damit wird ein umweltpolitisch einmaliger Vorschlag der Regierung von Ecuador bezeichnet, ein riesiges Ölvorkommen nicht zu explorieren, sondern stattdessen die darüber liegenden einmaligen Naturschätze des Regenwaldes zu erhalten“, so Hiksch.

Er forderte, dass die IndIndustriestaaten ebenfalls einen Beitrag zum globalen Schutz von Klima und Biodiversität leisten müssen. Laut seinen Worten sind Hunderte von Millionen Menschen von den Auswirkungen des Klimawandels massiv betroffen, besonders in den armen Regionen auf der Welt. Diese Länder des globalen Südens haben den Klimawandel zwar nicht selbst verursacht, müssen aber die Auswirkungen tragen. Die Industriestaaten des Nordens haben in den letzten Jahrzehnten ihren Wohlstand durch die Zerstörung der Lebensgrundlagen für Millionen von Menschen ermöglicht. Deshalb müssen jetzt endlich auch die großen Industriestaaten als die Verursacher des Klimawandels einen angemessenen Beitrag für die Erhaltung der Umwelt leisten.

Mit der sogenannten Yasuní-ITT-Initiative hatte die ecuadorianische Regierung Jahr 2007 einen bahnbrechenden Vorschlag vorgelegt: Statt die unter einem Teil des Nationalparks Yasuní liegenden rund 846 Millionen Barrel Erdöl im geschätzten Wert von rund 7,5 Milliarden Dollar zu fördern, sollte die internationale Gemeinschaft Ecuador die Hälfte dieses Wertes ersetzen und so einen Beitrag zum Schutz von globalem Klima und Biodiversität leisten.

Diese Initiative, die in der letzten Legislaturperiode von einer breiten Mehrheit des Deutschen Bundestags unterstützt worden war, wurde durch die heutige Bundesregierung aufgekündigt. Bundesminister Dirk Niebel (FDP) hatte dabei erklärt, „er wolle nicht für das Unterlassen“ bezahlen. Die NaturFreunde Deutschlands fordern den Deutschen Bundestag weiterhin auf, die ITT-Initiative zu unterstützen und erwarten auch von einer neuen Bundesregierung, dass sie an die Zusagen des 16. Bundestages anknüpfen wird.

Die Naturfreunde sind eine international tätige Umwelt-, Kultur-, Freizeit- und Touristikorganisation. Die Wurzeln der Naturfreunde liegen in der Arbeiterbewegung im späten 19. Jahrhundert. Sie verstehen sich als „Verband für Umweltschutz, sanften Tourismus, Sport und Kultur“. Die NaturFreunde Deutschlands (NFD) e.V. nennen sich heute im Untertitel „Verband für Umweltschutz, sanften Tourismus, Sport und Kultur“. Sie haben in Deutschland 75.000 Mitglieder in 650 Ortsgruppen, die auch 400 Naturfreundehäuser bewirtschaften.

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