Ausbruch des Hantavirus fordert zwei Todesopfer in Chile

House_mouse

Datum: 05. Februar 2012
Uhrzeit: 20:14 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)
► Gesundheits-Alarm für die Region Bio Bio

Der Ausbruch des Hantavirus hat in einem Gefängnis in Chile zwei Todesopfer gefordert. Die Regierung hat für Montag (6.) einen Gesundheits-Alarm für die Region Bio Bio (Süden) angekündigt. Nach Angaben von Gesundheitsminister Jaime Mañalich stehen fünf Häftlinge unter ärztlicher Beobachtung, die Situation wird als ernst bezeichnet.

„Die Situation in der Strafanstalt El Manzano (500 Kilometer südlich von Santiago) ist ernst. Wir schließen nicht aus, dass die Waldbrände in der Region für den Ausbruch der Seuche verantwortlich sind“, erklärte Gouverneur Victor Lobos. Nach seinen Worten fliehen die für die Übertragung des Hantavirus verantwortlichen Nagetiere vor den Flammen und tragen während ihrer Futtersuche in der Stadt zur rasanten Verbreitung der Seuche bei.

Der Hantavirus verursacht Lungenerkrankungen, akutes Nierenversagen (Nephrotisches Syndrom) oder schwere hämorrhagische Fiebererkrankungen. Die Übertragung geschieht durch verschiedene Nager, die mit dem Speichel, den Fäkalien und dem Urin (Virurie) große Mengen an Erregern ausscheiden. Bei den Nagern sind vor allem Mäuse als Überträger bekannt. Die Tiere erkranken jedoch nicht selbst, auch wenn sie, einmal infiziert, lebenslang infektiös bleiben. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt sowohl durch Kontaktinfektion als auch durch orale, überwiegend jedoch durch respiratorische Aufnahme der Erreger durch die Atemwege, seltener durch Nagetierbisse. Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung ist nur in einem einzigen Fall in Südamerika beschrieben worden.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden. Bildnachweis: Archiv

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.

Leider kein Kommentar vorhanden!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!