Regenkatastrophe in Venezuela: Regierung von Chávez unter Druck
Leere Worte statt Taten
Die Regenkatastrophe vor einem Jahr hat in Venezuela Dutzende von Todesopfer gefordert, 130.000 Menschen waren von den Unwettern betroffen und mussten ihre Behausungen verlassen. Um der Lage Herr zu werden, benötigte Präsident Hugo Chávez sogar ein Ermächtigungsgesetz (Ley Habilitante), welches ihm für die kommenden 18 Monate Sonderrechte einräumte. Ein Jahr später halten sich laut Innenminister Tarek El Aissami noch immer 27.000 Familien (100.000 Menschen) in 869 Schutzräumen im ganzen Land auf.
Das “Ley Habilitante” war nach Meinung des bolivarischen Führers notwendig, um die Folgen der Überschwemmungskatastrophe in den Griff zu bekommen. In medienwirksamen Aktionen wurden Obdachlose kurzzeitig in den Präsidenten-Palast einquartiert, wenige Wochen später wurden die Opfer sich sich selbst überlassen. “Ich sollte innerhalb kürzester Zeit eine Wohnung bekommen, sitze mit meiner Familie aber immer noch in einem Hotel”, klagt Roberto Gonzalo. Nach Angaben der Nationalen Vereinigung der venezolanischen Hotels (Fenahoven) leben immer noch mehr als 2.600 Personen in Hotel- und Gaststättengewerbe zuzuordnenden Unternehmen.
Inzwischen verlieren die Opfer die Geduld. In den vergangenen Tagen stießen die heimatlosen Flüchtlinge mit der Polizei in der Innenstadt von Caracas zusammen. Minister El Aissami bat die Opfer ein Jahr nach den Unwettern ernsthaft um weitere Geduld und bekräftigte, dass alle Obdachlosen eine angemessene Unterkunft erhalten werden.
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18 Monate Ley Habilitante,alles für die Katz,oder zur eigenen Bereicherung.
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