Lateinamerika: Solarstrom für Tausende Schulen in Honduras
82.000 Schulen in Lateinamerika ohne Stromversorgung
Die Organisation Iberoamerikanischer Staaten für Bildung, Wissenschaft und Technologie, Kultur, Entwicklung und regionale Integration (OEI) finanziert ein Solarstrom-Projekt für Tausende ländliche Schulen in Honduras. Eine Vereinbarung wurde am Dienstag (7.) vom honduranischen Bildungsminister Alejandro Ventura und dem Generalsekretär der OEI, Alejandro Ventura, in der Hauptstadt Tegucigalpa unterzeichnet. Ein Pilotprojekt mit 100 Schulen startet im Departement Francisco Morazán.

Minister Ventura teilte mit, dass durch das Projekt “Luces para aprender” (Licht zum lernen) bis zum Jahr 2014 auf rund 7.000 Schulen Sonnenkollektoren installiert werden. Gleichzeitig sollen kabellose Internetzugänge den Studenten den Zugang zur modernen Informationstechnologie und Kommunikation erleichtern und die bestehende digitale Kluft verringern. Laut Generalsekretär Marchesi betragen die Kosten pro Schule rund 1.000 US-Dollar. Marchesi hofft, dass das Programm auf weitere lateinamerikanischen Staaten ausgedehnt werden kann. Nach seinen Worten gibt es rund 82.000 Schulen in Lateinamerika, die ohne Stromversorgung sind.
Die OEI ist eine 1942 gegründete internationale Regierungsorganisation für die Kooperation iberoamerikanischer Länder und wird durch freiwillige und Pflichtbeiträge der 22 Mitgliedsländer finanziert. Die Organisation unterstützt bereits seit längerer Zeit ein Programm zur Verbesserung der Bildungsqualität der schwarzen Bevölkerung von Honduras.
Darüber hinaus kontaktierte die OEI spanische Schulen, damit sie auf die Situation im ländlichen Honduras aufmerksam gemacht werden. Diese enge Zusammenarbeit wird als ein Symbol der Brüderlichkeit bezeichnet.
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