Kolumbien: Kirche unterstützt Regierung im Kampf gegen die FARC

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Datum: 09. Februar 2012
Uhrzeit: 13:55 Uhr
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Hochtrabende Sprache der Rebellen als Hindernis bezeichnet

Rubén Salazar Gómez, Erzbischof von Bogotá, unterstützt die kolumbianische Regierung in ihrem Kampf gegen die verbrecherische Terror-Organisation FARC (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens. Dies gab Radio Vatikan, internationaler Hörfunksender des Heiligen Stuhles, am Donnerstag (9.) bekannt. Der Vorsitzende des kolumbianischen Episkopats wies darauf hin, dass die Guerillas wahllos gegen die Bevölkerung kämpfen.

In einer Stellungnahme denunzierte er die jüngste Attacke der Terroristen gegen wehrlose Dorfbewohner, bei der sechs Menschen erschossen worden. Der Präsident der Kolumbianischen Bischofskonferenz wies darauf hin, dass der Konflikt einzig und allein über einen Dialog zu lösen sei. Gómez sieht allerdings in der „hochtrabenden Sprache“ der Rebellen ein Hindernis. Diese wiesen in einer an Menschenverachtung grenzenden Erklärung auf ihrer Internetseite alle Vorwürfe zurück, dass es sich bei den Anschlägen der letzten Tage um eine „terroristische Kampagne“ gehandelt habe.

Nach drei Bombenanschlägen, bei denen mindestens 18 Menschen getötet und mehr als 70 verletzt wurden, wird die kolumbianische Regierung ihre Militärpräsenz in den betroffenen Gebieten erhöhen. Für die Angriffe wird die linksgerichtete Terrororganisation FARC verantwortlich gemacht, die seit dem Jahr 1964 einen bewaffneten Kampf gegen den Staat und seine Repräsentanten führt.

Die FARC wurde 1964 gegründet und ist mit gegenwärtig rund 9.000 Kämpfern die größte Guerillaorganisation Lateinamerikas. Zu ihren wesentlichen Einnahmen gehören Entführung, Erpressung, illegaler Goldabbau und Drogenschmuggel. Die FARC werden von Kolumbien, Perú, USA, Kanada und den 27 EU-Mitgliedsstaaten als terroristische Organisation eingestuft.

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  1. 1
    Heinz

    Kennen wir von den Nazis. Die hatten nach dem verlorenen Krieg alle nichts mit der Judenermordung am Hut und haben alles von sich gewiesen.

    Schlimm ist nur, dass das linke Gesindel diese Terroristen noch lobhudelt. Diesem Pack gehört eine Tretmine in den Vorgarten gelegt, vielleicht wachen die Deppen dann endlich auf.

  2. 2
    Mei o Mei

    Was ist das denn für eine rechtsgerichtete manipulative Berichterstattung und dann noch diese hirnlosen Kommentare von Paramilitär-Symphatisanten, die mal lieber andere Literatur als die BILD-Zeitung in die Hand nehmen sollten, wenn sie Nachrichten konsumieren wollen, Armes Deutschland, armes Kolumbien.

    • 2.1
      Heinz

      Schön, wenn Rote Socken aufheulen. Einfach mal die Parteizeitung aus den Händen nehmen und sich der Realität stellen. Arme Träumer, arme Linke

  3. 3
    Martin Bauer

    Kolumbien finde ich gar nicht so bedauernswert. Dort nennt man die Probleme beim Namen und geht sie, zumindest im Falle der FARC, mit wirkungsvollen Massnahmen an.

    Und seit in Venezuela die ersten Angehörigen von Entführungsopfern damit begonnen haben, Geld auf die Köpfe der FARC Anführer zu setzen, anstatt jeden Monat „Schutzgeld“ zu zahlen, scheint auch der Schutzpatron dieser Terroristen, Hugo Chávez Frias, ihnen nicht mehr helfen zu können.

    Die Politik der meisten demokratischen Länder ist ohne Zweifel verbesserungsbedürftig. Was nicht? Aber Terroristen, Schwerverbrecher und Massenmörder haben hierzu keinen Auftrag. Schon wer einen Ché Guevara zum Freiheitskämpfer romantisiert, beweist damit, dass er von der Realität nichts begriffen hat.

  4. 4
    Tom

    @Heinz: Was hat das mit roten Socken zu tun? Bleiben wir mal sachlich.
    @Martin: ein in der Tag wunderschönes Land mit wundervollen Menschen tut mir schon leid. Es wird von einer Staatsführung geleitet, die nachweislich:
    – ihre höchsten Richter vom Geheimdienst überwachen läßt
    – selbst seine Finger ganz tief in den Paramilitärischen Aktivitäten stecken hat (bis zum Ex-Präsidenten!)
    – innerhalb von ein paar Jahren tausende Bauern und Straßenkinder durchs Militär ermorden und als gefallene FARC Kämpfer ausgeben läßt, um den Kampf gegen die FARC als erfolgreich darzustellen
    – usw.
    Klar führt die FARC einen Krieg, und ja: es sterben auch unschuldige dabei. Aber die einseitige und manipulative Berichterstattung hier ist nicht in Ordnung.

    • 4.1
      Martin Bauer

      Ich bezweifle nicht, dass in Kolumbien nicht alles zum besten steht. Das tut es nirgendwo in Latein Amerika. Wer immer hier an die Macht kommt, hat sich durch einen Sumpf von Korruption und Verbrechen nach oben gekämpft. Wie soll man dabei sauber bleiben? Im Prinzip gilt dies für alle Staaten der Welt, nur mit unterschiedlicher Gewichtung und Ausprägung.

      Es ist sehr schwer, diesbezüglich objektive Informationen zu erhalten, wann immer man nicht selber Zeuge des Geschehens war. Alles was man auf linken Foren, wie z.B. amerika21.de, findet, ist so deftig mit Fehlinformation und auch bewussten Lügen durchsetzt, dass man solche „Informationsquellen“ getrost vergessen kann.

      Wie auch immer, ich würde liebend gerne die kolumbianische Regierung gegen unsere, in Venezuela, austauschen, wenn dies möglich wäre. Und 70-80% der Venezolaner sind da mit mir der gleichen Meinung.

      Was die FARC angeht, diese hat vor vielen Jahren aufgehört, für oder gegen irgend ein politisches oder gesellschaftliches Ziel zu kämpfen. Längst sind es einfach nur militärisch ausgerüstete Verbrecher, die von Enrführung, Erpressung und Drogenhandel leben, als Selbstzweck, nicht als Mittel zum Zweck. Wer die schön redet, ist entweder mit ihnen gleich zu stellen, oder er verschliesst die Augen vor der Realität.

      • 4.1.1
        Harald Nebus

        Die linken Blättchen übernehmen doch nur die Meldungen der staatlichen Nachrichtenagenturen. Einer der Kasper kommt am Abend von der Arbeit nach Hause und veröffentlicht diese Artikel. Fazit: Tonne auf und weg mit dem seichten Schmarrn.

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