Karneval in Rio: Streik unter dem Zuckerhut
Angekündigte Lohnerhöhungen werden als unzureichend bezeichnet
Eine Woche vor dem Auftakt des Karnevals in Rio de Janeiro haben Polizisten und Feuerwehrleute im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro für Freitag (10.) einen Streik angekündigt. Trotz beschlossener Lohnerhöhung wollen sie so für mehr Geld kämpfen. Die Behörden werden Notfallpläne aktivieren, um die Sicherheit in der Region zu gewährleisten.

Die Entscheidung für einen unbefristeten Streik wurde am späten Donnerstagabend von Hunderten von Gewerkschaftsführern der Militärpolizei, zivilen und staatlichen Feuerwehrleuten beschlossen. Die angekündigten Lohnerhöhungen wurden als unzureichend bezeichnet, eine gerechte Anpassung der Dienstbezüge wurde gefordert. Gleichzeitig wurde die Freilassung des Feuerwehrmannes Benvenuto Daciolo verlangt, der am Donnerstag unter dem Vorwurf der Anstiftung eines Streiks verhaftet wurde.
Die brasilianische Präsidentin Dilma Roussef lehnte die Ankündigung des Streiks in Rio de Janeiro ab, da er nach ihren Worten ein Klima der Angst und Unsicherheit schüre, welche mit der Demokratie nicht vereinbar seien. Für die Sicherheit der Metropole unter dem Zuckerhut sollen bis zu 14.000 Soldaten und Bundespolizisten mobilisiert werden. Laut José Mariano Beltrame, Sekretariat der Regierung von Rio für Öffentliche Sicherheit, ist die Sicherheit zu Beginn des “Karneval in Rio” gewährleistet.
Die zehntägige Besetzung des Parlaments im nordostbrasilianischen Bundesstaat Bahia wurde am Donnerstag friedlich beendet. Oberst Alfredo Castro, Kommandant der Militärpolizei gab bekannt, dass der Streik beendet sei. Im Großraum von Salvador da Bahia wurden während der letzten zehn Tage ca. 150 Menschen ermordet, mehr als doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum des Jahres 2011.
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