Kolumbien und Venezuela verstärken bi-nationales Sicherheitsprogramm

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Datum: 11. Februar 2012
Uhrzeit: 07:29 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Gegenseitiges Vertrauen wird reaktiviert

Kolumbien und Venezuela haben am Freitag (10.) als Teil eines bi-nationalen Sicherheitsprogrammes vereinbart, Operationen gegen den Drogenhandel zu koordinieren. Die Verteidigungsminister beider Nachbarstaaten beschlossen während eines gemeinsamen Treffens ebenfalls, bei Entführungen und Erpressungen durch illegale bewaffnete Gruppen stärker zusammenzuarbeiten.

Der kolumbianische Verteidigungsminster Juan Carlos Pinzón traf sich erstmals mit seinem venezolanischen Amtskollegen General Henry Rangel Silva. Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hatte seinen umstrittenen neuen Verteidigungsminister erst vor wenigen Tagen verteidigt. Die Vorwürfe, General Rangel habe Drogenschmuggler und die Terroristen der FARC (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) unterstützt, seien Teil einer Schmierkampagne des Imperiums. Der General hatte 2010 erklärt, dass die Streitkräfte bei der Präsidentenwahl 2012 keinen Sieg der Opposition hinnehmen würden. Diese Aussage wies Rangel am Freitag zurück. „Die Streitkräfte sind der Garant der nationalen Sicherheit, wir werden das Wahlergebnis vom 07. Oktober 2012 respektieren“.

„Unser Treffen war eine offene und freundliche Begegnung. Wir werden unser gegenseitiges Vertrauen reaktivieren und die grenzüberschreitende Kriminalität angehen“, gab Minister Juan Carlos Pinzón bekannt. Rangel sah ebenfalls ein „steigendes Vertrauen“ zwischen beiden Ländern. „Die Luftwaffe von Kolumbien und Venezuela wird gleichzeitige Operationen durchführen, um die Drogenflugzeuge zwischen beiden Ländern abzufangen“. Kolumbien gilt als der weltweit größte Produzent von Kokain, Venezuela als der wichtigste Ausgangspunkt für den Transport von Drogen mit Flugzeugen in die Vereinigten Staaten und Europa.

Beide Minister betonten, dass sie ihren Kampf bei Entführungen in der gemeinsamen Grenzregion verstärken werden. Rangel wies darauf hin, dass die „Mythen“ um seine Person beendet werden müssen. „Die Lügen um meine Person sind ohne Beweise und haben keine Füße. Sie sind eine erbitterte Kampagne der Verleumdung und üble Nachrede“.

Beide Länder teilen eine Landesgrenze von 2.219 Kilometern. Gerüchte, dass sich kriminelle Banden und Paramilitärs auf venezolanisches Territorium zurückziehen, sorgten in der Vergangenheit immer wieder für Spannungen zwischen beiden Staaten. Unter der Regierung von Präsident Juan Manuel Santos hat sich die Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich allerdings deutlich verbessert. Caracas nahm mehrfach führende Köpfe von Drogenbanden fest und lieferte sie nach Kolumbien aus.

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