Venezuela: Behörden rufen Notstand nach Ölunfall aus

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Datum: 12. Februar 2012
Uhrzeit: 09:59 Uhr
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
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► 80% der Bevölkerung ohne Trinkwasser

Im venezolanischen Bundesstaat Monagas (Nordosten) ist bereits vor einer Woche Rohöl aus einer geborstenen Pipeline ausgetreten und in den Río Guarapiche geraten. Nach Berichten lokaler Medien hat Gouverneur José Gregorio Briceño am Freitag (10.) den Notstand ausgerufen. Der Río Guarapiche dient als Trinkwasserspeicher für die umliegenden Städte.

Laut dem venezolanischen Energieminister Ramiro Ramírez sollen Arbeiter bereits „einen großen Teil des Öls“ beseitigt haben. Barrieren aus saugfähigen Material wurden errichtet, um das ausgelaufene Öl abzufangen. Zu der Menge des ausgelaufenen Rohöls machte Ramírez keine Angaben.

Bewohner der Gegend berichten allerdings von toten Fischen und verendeten Wasservögeln. Sie haben Angst, dass sich der Ölteppich ausbreitet und über die nahe gelegenen Flüsse bis in den Orinoco gelangt. In Maturín, Hauptstadt von Monagas, sind nach Abschaltung der Kläranlage 80% der Bevölkerung ohne Trinkwasser. Abgeordnete der Opposition und verschiedene Umweltbehörden haben die staatliche Erdölgesellschaft PDVSA aufgefordert, detaillierte Erklärungen und das wahre Ausmaß des Unglücks bekannt zu geben.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Werner

    Komisch, die linken Pseudoaktivisten, die sonst sofort darüber berichten wenn einer Hausfrau in Deutschland oder den USA eine Flasche Salatöl auf den Fussboden fällt, berichten darüber gar nicht.

  2. 2
    hombre

    So etwas wird weder Hugo stören noch einen Chinesen…

    Was die Oel-Banditen in Nigeria in Kooperation mit den Eliten dort angerichtet haben könnte auch VZ passieren mit dieser Regierung an der Macht…!

  3. 3
    Martin Bauer

    So was wird H.C. wieder als Vorwand für die Verlängerung des Ley Habilante dienen, wenn die 18 Monate um sind, und er noch immer leben sollte…

  4. 4
    Der Bettler

    Fast schon russische Verhältnisse,wo auch schon ganze Landstriche wegen undichter Pipelines zerstört sind.(Maracaibo und Valenciasee)
    Und so ein Blödmann will über die Umweltsünden anderer Länder wettern.

  5. 5
    Annaconda

    H ab ich schon Alzheimer..?Las man nicht am 12.nov.2011 einen Artikel: Venezuela führend im Umweltschutz?Man sollte aufpassen einfach Beiträge aus dem „Propagandministerium“zu übernehmen.Es herrscht eine enorme Diskrepanz zwischen sogenannten Gesetzen und der Realität im Land.Wir sind umgeben von Stromgeneratoren,welche durch Verbrennung von Diesel Strom erzeugen,eine Technologie aus finstersten Zeiten…Luftverschmutzung pur.Leider reicht mir die Zeit nicht um alle Umweltsünden aufzuzählen,welche hier das tägliche Brot sind.Die Schlagzeilen sind mit Banalitäten(chavez hat ein Consome gegessen etc.)voll,statt objektiv über diese Katastrophe zu berichten.Kann sich jemand vorstellen bei diesen tropischen Temperaturen ca. 2-3 l relativ sauberes Wasser pro Kopf zur verfügung zu haben…und der langfristige Schaden für die Wasserresevoire?

    • 5.1
      Harald

      Ist doch ein netter Kontrast, der sicherlich absichtlich gesetzt wurde. Man muss sich vorstellen, die linken Medien übernehmen nur Beiträge aus den Regierungsmedien.

      • 5.1.1
        Martin Bauer

        Ganz sicher ist das eher als Satire zu verstehen. Den staatlichen Werbeslogan „Socialismo es Eficiencia!“ braucht man auch nicht zu kommentieren.

        Nun will und muss die Regierung die Erdölförderung weitgehend den Chinesen und Russen überlassen. Die scheren sich schon in ihren eigenen Ländern einen Dreck um die zum Himmel stinkende Umweltverschmutzung (gut, in China gibt es neuerdings auch andere Tendenzen). Was aus Venezuela wird, wenn diese Länder sie Öl haben, interessiert die schon gar nicht.

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