Kolumbianischer Hochlandkaffee – Geschichte, Anbau, Ernte und Verarbeitung

Datum: 13. Februar 2012
Uhrzeit: 18:49 Uhr
Ressorts: Leserberichte
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Cafeteratours, Kolumbien (Leser)
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Hochlandkaffee aus Kolumbien ist ein Inbegriff von Qualität und ein Genuss für jeden Kaffee-Freund. Ein reiches, rundes Aroma, eine gute Fülle und Spuren von leicht süßlichen Nussaromen: Dies sind die Eigenschaften, die den hochwertigen, kolumbianischen Arabica-Kaffee auszeichnen. Diesen hohen Stellenwert genießt er durch die Lage der Anbaugebiete in den Kordilleren, der Methodik des Anbaues, der Ernte und Verarbeitung.

Der in Kolumbien produzierte Kaffee wird in drei unterschiedliche Kaffeequalitäten unterteilt: Der großbohnige Supremo und der weiche, säurebetonte Excelso sind gängige Qualitäten, die in zahlreichen Kaffeegeschäften geführt werden. Bei der dritten Qualität handelt es sich um die Durchschnittsqualität UGQ, was für „Usual Good Quality“ steht.

Kaffee aus Kolumbien in Stichworten

  • Kaffeetyp: Arabica
  • Hauptblüte: Januar bis Mai
  • Nachblüte: Juli bis September
  • Haupternte: September bis Dezember
  • Nachernte: April bis Juni
  • Verschiffung: ganzjährig
  • Häfen: Buenaventura, Cartagena, Santa Marta, Barranquilla
  • Erntevolumen 2009/2010: 12,5 Mio. Säcke (à 60 kg)
  • Hauptabnehmer: USA, Deutschland, Japan, Belgien, Frankreich, Italien, Spanien, Schweiz, Großbritannien, Niederlande

Die Klassifikation des Kaffees erfolgt nach Defekten, der Anbauregion und nach Siebgröße

  • Defekte ersten Grades (beziehen sich auf die Tassencharakteristik): Schwarz, muffig, sauer.
  • Defekte zweiten Grades (beziehen sich auf das Erscheinungsbild): Verfärbungen, Beschädigungen, Schädlingsbefall, Verformungen, nicht ausreichender Reifegrad.
  • Ernteprozess: Gepflückt wird von Hand, das Waschen erfolgt dagegen maschinell.
  • Fermentation: 30 Stunden
  • Trocknung: Sonnengetrocknet, unter Glas oder industriell mit Gaswärme
  • Sortierung: automatisch und Auslese von Hand

Historie des Kaffeeanbaus in Kolumbien
Bis vor wenigen Jahren war Kolumbien im weltweiten Vergleich der zweitgrößte Kaffee-Erzeuger – gleich nach Brasilien. Ihren Anfang nahm die Erfolgsgeschichte des Kaffeeanbaus in der südamerikanischen Republik durch einen Geistlichen, der 1808 die ersten Kaffeepflanzen von den französischen Antillen über Venezuela ins Land brachte. Von diesem Moment an hatte der Kaffeeanbau in Kolumbien Tradition. Aktuell (2012) liegt der Andenstaat im internationalen Ranking der größten Kaffeeerzeuger auf Platz vier.

Was jedoch geblieben ist: Kolumbianischer Kaffee besticht durch seine hervorragende Qualität, er gilt als einer der besten der Welt. Er gehört zu den wenigen sortenreinen Kaffees, die international verkauft und vermarktet werden. Die Anbaugebiete liegen im Herzen Kolumbiens, dem so genannten Kaffeedreieck, bestehend aus den Departements Risaralda, Quindio und Caldas. Kolumbien ist der größte Erzeuger von Arabica-Bohnen weltweit. 66 Prozent der kolumbianischen Kaffeesträucher wachsen auf modernen Plantagen, der Rest wird nach wie vor in traditionellen Kleinst- und Familienbetrieben produziert.

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