Venezuela: „Null-Risiko für ausländische Investoren“

chavez

Datum: 25. Februar 2012
Uhrzeit: 15:45 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Welle von Schadenersatzklagen ausländischer Konzerne

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat nach der Unterzeichnung neuer Abkommen mit China am Freitag (24.) bekannt gegeben, dass sein Land über genügend Mittel verfügt, um Sicherheiten und Garantien für ausländische Investitionen zu schaffen. „Wir verfügen über die größten Erdölreserven der Welt, die drittgrößten Reserven an Bauxit, die viertgrößten Goldreserven, bei den Reserven von Ergas nehmen wir den sechsten Platz ein und bei Eisen liegen wir auf Rang zehn“, so der bolivarische Führer.

Das Staatsoberhaupt traf sich am Freitag mit einer chinesischen Delegation, um mehrere Abkommen über den Bau von Bohrinseln und zur Erkundung von mineralischen Reserven in Venezuela zu unterzeichnen. Dabei erklärte Chávez unter anderem, dass Venezuela derzeit 3 ​​Mio. Barrel Öl pro Tag fördert. Eine Steigerung auf 3,5 Mio in diesem Jahr sei geplant, ebenso die schrittweise Erhöhung auf 4 Mio. bis zum Jahr 2014 und bis auf 6 Millionen im Jahr 2009. „Sie können in ihrem Bericht schreiben, dass es in Venezuela Null-Risiko für ausländische Investitionen gibt“, forderte der Sozialist von Chu Yang, Direktor für Risikomanagement der China City Construction Bank.

Laut einem Bericht der zivilgesellschaftlichen Unternehmervertretung Fedecamaras hat der venezolanische Präsident Hugo Chávez in den letzten fünf Jahren 988 Unternehmen enteignet. Fedecamaras Präsident Jorge Botti bezeichnete die Verstaatlichungswelle der Regierung als “perversen Mechanismus”. Insgesamt sieht sich das von Volkstribun Chávez regierte südamerikanische Land 17 Fällen von Schadenersatzklagen ausländischer Konzerne für die Verstaatlichung von Vermögenswerten in den vergangenen Jahren ausgesetzt. Die höchste Forderung stellt ConocoPhillips an das Land. Der Ölkonzern will mehr als 20 Milliarden Dollar.

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  1. 1
    Martin Bauer

    Ausländische Investoren, die mit der Chávez Regierung Verträge schliessen, gehen tatsächlich kein Risiko kein, ihre Investition zu verlieren. Vielmehr ist der Verlust absolut garantiert.

    Für den eher unwahrscheinlichen und deshalb sehr hypothetischen Fall, dass H.C. noch weitere Jahre an der Macht bleibt, hat er Venezuelas Resourcen ja weitgehend geraubt, verschleudert oder verpfändet. Das Land besitzt kaum noch Sicherheiten. Seine willkürlichen Enteignungspratiken kommen erschwerend hinzu.

    Für den wesentlich wahrscheinlicheren Fall eines baldigen Regierungswechsels sieht es für Investoren, die mit Chávez Veträge haben, noch schlechter aus. Alle Chávista, mit denen ich jemals gesprochen habe, sagten mir unmissverständlich, dass alle Verträge Null und Nichtig sind, ohne Chávez an der Macht (also selbst im Falle, dass ein Nachfolger aus der PSUV Präsident werden würde).

    Und wie ich die Oppositionsführer verstanden habe, wird nach deren Machtübernahme eine der ersten Massnahmen sein, alle Lieferverpflichtungen von Erdöl, Gold etc. ins Ausland für rechtswidrig und ungültig zu erklären. Die Chinesen und alle anderen ausländischen Investoren, staatliche wie private, sollten das zur Kenntnis genommen haben. Falls nicht, sind sie selber dran schuld, wenn sie auf die Schnauze Fallen. An die aktuelle Regierung gewährte Kredite sind de-facto persönliche Geschenke an einen Ex-Putschisten, Diktator und Wahlbetrüger und werden, nach meiner Einschätzung, weder von diesem, noch vom Rest Venezuelas, jemals zurück gezahlt werden.

    • 1.1
      peterweber

      Und die Hoffnung als enteigneter Auslandinvestor angemessen entschädigt zu werden, darf man bei einem Ausscheiden H.C. auch als berechtigt bezeichnen. Hoffen wir auf Morgen, dass Sie H.C. verkehrt auf den Schragen legen und ober opperieren……. und nur Lügen finden !

  2. 2
    Der Bettler

    Ich fass es nicht! Null Risiko für ausländische Investoren.Heute noch nach
    Jahren klagen zig Konserne um eine Ausgleichszahlung,von verstaat-
    lichten oder enteigneten Betrieben zu bekommen.Weltgerichtsurteile lehnt
    er prinzipiel ab,und bezahlt nur einen Bruchteil der zu recht geforderten
    Summe.Falls er überhaupt schon jemals was bezahlt hat.Was Chavez sagt sind Lügen.Welcher normal denkende Mensch,will hier noch investieren?
    Die Chinesen und Russen haben ihn in der Hand,weil er bei ihnen so viel Schulden hat,die er mit normalen Devisen gar nicht mehr bezahlen könnte.
    Ergo geht geht Erdöl und Gas pö a pö in die Hand dieser „INVESTOREN“
    über.Die kann er nicht verstaatlichen oder enteignen.Was nach Chavez
    noch zu retten ist,weiß der Geier.So einfach stelle ich mir das nicht vor
    sämtliche Verträge platzen zu lassen. Vamos a ver.

  3. 3
    hombre

    versuch mal in China eine Vertrag oder Labelmissbrauch einzuklagen! Aenliches sollte für die Nachfolgeregierung von HC möglich sein…klag mal einen lateinamerikanischen Staat der nach HC Pleite ist und liefern soll?
    Eine einigermassen intelligente Nachfolgeregierung orientiert sich sich mit seinem Oel richtung USA oder Europa als wie Russland und China!

    Schuldenschnitt ala‘ Giechenland…

  4. 4
    hugo

    kann jemand mal zahlen nennen über die auslandsverschuldung von venezuela? wer sind denn die gläubiger? wie hoch sind denn die verbindlichkeiten aus rüstungskäufen gegenüber russland und china. die spanier durften ja auch ein paar küstenschutzboote verkaufen. dafür war chavez gut genug, sonst sollte er seinen mund halten. übrigens, hier stellt ein forist den schuldenschnitt a la griechenland zur diskussion. man sollte dabei nicht vergessen, dass der steuerzahler der geberländer wieder der dumme ist. weltmeister im exportieren hat ebene seine risiken und seinen preis.laut aussagen einiger foristen hier sind chavistas ja nur rothemden und dämlich. wie kann man deren aussagen also ernst nehmen? solange es der eigenen weltanschauung nützlich ist, muss man sich daran nicht stören.

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