ITB 2012: Suriname zwischen Karibik und Amazonas

suriname-itb-468

Datum: 10. März 2012
Uhrzeit: 11:13 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)
► Junge Tourismusdestination zeigt sich mehr als selbstbewusst

Unter dem Motto „The Green Caribbean“ sorgt in diesem Jahr das kleine südamerikanische Land Suriname auf der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin (ITB) für Aufsehen. Die ehemalige niederländische Kolonie wirbt mit dem Slogan „Grüner geht’s nicht!“ sowohl für das Karibikflair in seiner am Atlantik gelegenen Hauptstadt Paramaribo als auch mit dem frisch gekürten Naturweltwunder Amazonas.

Suriname hat dabei gute Voraussetzungen, den Anforderungen des internationalen Tourismus gerecht zu werden, ist das Land doch ideal für einen Trip in die Regenwaldgebiete der Nachbarländer, z.B. entlang des „Amazon Caribbean Tourism Trail“ (ACTT), der von Suriname nach Guayana über den Takutu-Fluss in den brasilianischen Bundesstaat Roraima führt, wo der ca. 2700 m hohe Tafelberg Mount Roraima das Länderdreieck bildet.

Suriname hat eine ganz besondere Geschichte, der es seinen ganz besonderen Charakter verdankt. Es gilt als kultureller Schmelztiegel schlechthin, wo sich einheimische, afrikanische, europäische, indische, chinesische und indonesische Wurzeln mitsamt ihrer Religionen und Traditionen zu einem harmonischen Miteinander verflochten haben. Den Besucher erwartet eine fröhliche und farbenfrohe multikulturelle Gesellschaft, die gern bis zum Morgengrauen feiert. Bevor man sich jedoch ins Partyvergnügen von Paramaribo stürzt, sollte man bei einem Spaziergang durch das historische Zentrum der Hauptstadt die charakteristischen Holzhäuser bewundern, die aus der Kolonialzeit übrig geblieben sind. Ihr einzigartiger Baustil, eine Verschmelzung europäischer Architektur mit surinamischen Einflüssen, hat sie für die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes qualifiziert.

Surinamisch Feiern gehört noch nicht zum Weltkulturerbe, aber Gelegenheit gibt es überall und immer, denn die Surinamesen brauchen keinen Grund zum Feiern. Tanz in Diskotheken, Nachtclubs, auf Plätzen und Terrassen, nach moderner Live-Music Made in Suriname. Für „Anspruchsvollere“ gibt es indische Klassik oder Jazz, aber auch jede Menge anderer Kunst. Und wer nicht die ganze Nacht durch tanzen will, kann auf seiner Terrasse bei einem der wunderbaren lokalen Getränke wie dem Parbo-Bier die Farben des tropischen Himmels betrachten.

Auf der ITB 2012 in Berlin zeigt sich Suriname jedoch vor allem aufgrund seiner Naturschönheiten mehr als selbstbewusst. Nicht zu unrecht, denn das ehemalige Niederländisch-Guayana ist eines der weltweit grünsten Länder. Das Zentralsurinamische Naturreservat (CSNR) gehört mit 16.000 km² zu den größten geschützten Tropenwäldern weltweit. Auf einer Fläche von weniger als 200.000 km² leben gerade mal um die 530.000 Menschen unterschiedlicher Herkunft, die sich offiziell auf niederländisch verständigen. Zusammen mit seinen Guayana-Nachbarn ist Suriname ein „Exot“ unter den lateinamerikanischen Ländern – und schon aus diesem Grunde sollte man es besuchen.

Gabriele Wojtiniak live von der ITB für agência latina press

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden. Bildnachweis: Gabriele Wojtiniak / IAPF

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.

Leider kein Kommentar vorhanden!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!