Wahlkampf in Venezuela: Capriles tourt durch Chavez-Hochburgen

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Datum: 11. März 2012
Uhrzeit: 14:40 Uhr
Leserecho: 6 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Land braucht hochwertige Arbeitsplätze

Während sich der venezolanische Präsident Hugo Chávez seit zwei Wochen von seiner erneuten Krebsoperation auf Kuba erholt, tourt Henrique Capriles Radonski durch die historischen Bastionen des bolivarischen Führers. Der Kandidat des Oppositionsbündnis „Mesa de la Unidad Democrática“ (Tisch der demokratischen Einheit) verspricht den Menschen die Schaffung von hochwertigen Arbeitsplätzen und Effizienz im Staat.

„Wir orientieren uns am öffentlichen und privaten Sektor Brasiliens. Während diese Regierung Unternehmen und Arbeitsplätze beschlagnahmt, reden wir von der Schaffung des privaten Sektors. Unser Land braucht hochwertige Arbeitsplätze, wir werden diese schaffen“, so der 39-jährige Präsidentschaftskandidat bei einer Wahlkampfveranstaltung im venezolanischen Bundesstaat Falcón.

Capriles wies erneut darauf hin, dass die von Chávez für diese Regionen versprochenen 30.000 Wohnungen nicht gebaut wurden. „Sie können sich selbst überzeugen. Statt 30.000 Wohnungen wurden lediglich 1.500 gebaut. Dies ist der Beweis für die Lügen der Regierung. Hier werden Dinge versprochen und einfach nicht eingehalten“, so Capriles.

Vor einer Woche hatten Anhänger der venezolanischen Regierungspartei PSUV die Gefolgschaft des Präsidentschaftskandidaten Henrique Capriles mit Tränengas und Schüssen angegriffen. Der oppositionelle Fernsehsender Globovisión berichtete, dass dem Sohn des Kongressabgeordneten Ismael Garcia in den Arm geschossen wurde. Der Verletzte kam in ein Krankenhaus und musste notärztlich versorgt werden.

“Mein Sohn erholt sich, aber das Ansehen dieser Regierung wird sich nicht erholen”, so Garcia. Nach seinen Worten wurden die Täter von der Regierung geschickt. “Gewalt ist ein Zeichen für diese Regierung. Capriles wird allerdings auch weiterhin bestimmte Sektoren in Caracas besuchen und sich vom Regierungs-Mob nicht aufhalten lassen”, fügte er hinzu.

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  1. 1
    Der Bettler

    Capriles,ich wünsche Dir alles Glück dieser Erde,bis zur Wahl am Leben zu
    bleiben.Denn dann hat Venezuela auch wieder eine Zukunft.

    • 1.1
      alexandro

      hallo Bettler, als alter Freund Venezuelas, kann ich mich Deinen Wünschen nur anschließen und hoffen das Senor Capriles seine Wahlversprechen auch halten kann

  2. 2
    Wolfgang

    Senor Capriles muss man schon Mut bescheinigen … hay un camino, fragt sich nur wo der für ihn hinführt. Das wird noch interessant werden.

  3. 3
    Martin Bauer

    Hinter Capriles stehen natürlich Kräfte aus dem In- und Ausland, die eher für sich selber Gutes erhoffen, als für Venezuela und sein Volk. Es bleibt zu wünschen, dass die reaktionären Elemente, die noch immer in der Zeit der Feudalherren leben, ebenso wenig zum Zuge kommen, wie die „transnationalen“ Konzerne, vornehmlich aus den USA, welche die schamlose Ausbeutung des Landes weiter betreiben möchten.

    Allerdings war nichts von alle dem jemals so menschenverachtend, blutsaugend und mörderisch, wie auch das beste System, das sich Sozialismus auf die Fahne schrieb. Von daher KANN es nur besser werden. Die Träume der Linken aus Europa von einem neuen Imperium unter Hammer und Sichel werden platzen.

  4. 4
    Der Bettler

    Martin,es tut mir echt weh,obwohl Du vielleicht Recht hast.Was Du geschrieben hast macht mir Angst,Gibt es keine Lösung mehr für dieses
    Land,auch wenn Chavez überlebt.? Halleluja,ich möchte das alles so haben
    wie vor 10 Jahren.Isla Margarita war das nun plus ultra für alle Touristen.
    Jetzt kommen nur mehr Columbiano,Brasiliano,und genau diese Menschen werden überfallen.Ich persönlich habe keinen Bock mehr hier meine
    Rente zu verleben.

    • 4.1
      Martin Bauer

      Margarita ist nicht Venezuela, eher eine für Touristen aufbereitete Illusion, die langsam zerbröckelt und der lateinamerikanischen Realität weicht.

      So wie vor 10 oder 15 Jahren darf Venezuela nie mehr werden. DIe zahlenmässig explodierenden Massen an Menschen, die nicht nur arm geboren werden, sondern denen auch, vom System so gewollt, jede Chance auf Bildung und sozialen Aufstieg verwehrt wird, werden eines Tages den Mittelstand und die Oberschicht in die Flucht schlagen oder ausradieren, wenn sie weiterhin ignoriert und in Gettos gepfercht werden. Für ewig Gestrige stellen diese Menschen eine tödliche Gefahr dar. Und das zu recht.

      Die Linken haben erkannt, dass dies ein Potential ist, dass man zum eigenen Vorteil erschliessen und nutzen kann. Das Schlimme dabei ist, dass sie ihnen nichts dafür geben als Lügen und Terror. Es wird Zeit, dass die „Kapitalisten“ ihre Lektion lernen. Konvertiert man diese Millionen zu gebildeten Menschen in guten Berufen mit angemessenem Einkommen, hat man nicht nur die Gefahr gebannt, sondern auch ein gewaltiges Potential an qualifizierten Arbeitskräften und potenten Käufern und Konsumenten erschlossen. Den humanen Aspekt hier mal ganz ausser Acht gelassen. – Die Reichen könnten so sehr gut noch viel reicher werden, ohne Blut an ihren Händen kleben zu haben.

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