Venezuela: Tochter des chilenischen Konsuls erschossen

chile

Datum: 17. März 2012
Uhrzeit: 11:17 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Staatsanwaltschaft hat den Fall übernommen

Die 19-jährige Tochter des chilenischen Konsuls ist am Freitagabend (16.) in Maracaibo erschossen. Lokale Medien berichteten, dass Karen Berendique mit ihrem Bruder in einem Auto unterwegs war und an einem Checkpoint der Polizei erschossen wurde. Offizielle Meldungen der Regierung und des chilenischen Konsuls Fernando Berendique Benavente liegen zum jetzigen Zeitpunkt nicht vor.

Demnach ignorierte der Lenker des Fahrzeugs eine Aufforderung zum stoppen des Autos. Die Sicherheitskräfte sollen daraufhin das Feuer eröffnet haben, Berendique wurde von einer Kugel getroffen und tödlich verletzt. Die Staatsanwaltschaft in Zulia (Nordwesten) hat den Fall übernommen, Untersuchungen wurden eingeleitet. „Dies ist eine ernste Angelegenheit. Die Polizei in Venezuela schießt einfach nach auf Menschen, das spiegelt die Mentalität des Regimes von Hugo Chávez“, empörte sich der chilenische Abgeordnete Jorge Tarud in einer ersten Stellungnahme.

Henrique Capriles, Präsidentschaftskandidat der Opposition, beklagte den Tod von Karen. „Fünfzig Bürger unseres Landes werden täglich ermordet, das sind schockierende Fakten. Mit dieser Regierung hat das Land keine Zukunft, uns läuft die Zeit davon“.

Als Präsident Hugo Chávez vor 13 Jahren an die Macht kam, versprach er, der Korruption und Gewalt in Venezuela ein Ende zu setzen. Nach 13 Jahren ist nicht nur die Wirtschaft des Landes am Boden, der südamerikanische Staat ist außer Kontrolle. Während der krebskranke Präsident und seine Vasallen von angeblichen Erfolgen im “Sozialismus des 21. Jahrhunderts sprechen”, belegen nicht manipulierte Statistiken die nüchterne Wahrheit, die mittlerweile Teil des Regierungsmusters ist.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    PATRIOT

    mein Beileid an die Familie des Konsuls (und an alle die in 13 Jahren Angehörige durch Verbrechen verloren haben)…, wieder ein junges Leben ausgelöscht…, weiter so Commandante, du hast die Lage voll im Griff.

    Wie kann man eigentlich ein Land in 13 Jahren so ruinieren? Ach so, das Volk wollte es ja so…!

    Mir fehlen jeden Tag mehr Worte…

  2. 2
    Angiven

    Es war jetzt eine Tochter ,es war im diesen Jahr auch deutsche Renter die
    umgebracht wurden,es waren brasilianische Urlauber die ausgeraubt 50 an
    der Zahl auf der Isla Margarita.Warum wird nie ein Schuldiger gefunden?
    Ich bin fast schon krank,jedesmal hoffe daß er irgenwann mal hin ist,und er singt jetzt wieder seine Lieder,ist doch alles krank.

  3. 3
    Martin Bauer

    Der Vorfall zeigt, dass das primitive, schiesswütige Machogehabe der venezolanischen Polizisten nur noch von ihrer grenzenlosen Dummheit übertroffen wird. Sie sind von der Regierung mit einem Freibrief ausgestattet, hemmungslos abzuknallen, FAST wen und was sie wollen. Aber selbst dazu zu dämlich, die wenigen Ausnahmen zu erkennen, die auch sie zu respektieren haben. Das Nummenrschild des Fahrzeugs liess nämlich klar die Zugehörigkeit zum diplomatischen Corps erkennen.

    Es ist traurig, dass eine junge Dame zu deren Opfer wurde, der es vermutlich nicht einmal frei stand zu entscheiden, ob sie überhaupt nach Venezuela kommen wollte. Ihre Eltern werden sich nun fragen müssen, warum sie ihre Tochter in ein Land mit so barbarischen Gebäuchen gebracht haben.

    Das einzig Positive an ihrem tragischen Tod ist, dass so endlich einmal das wahre gesicht des Hugo Chávez Frias und seiner Mörderbande in die Schlagzeilen der Weltpresse gerät. Oskar La Fontaine und Sarah Wagenknecht, schaut her! Das hier sind eure Freunde! Mit denen stellt ihr euch auf eine Stufe, in dem ihr die Regierung Chávez unterstützt. Und sei es nur mit den auf amreika.21 publizierten Lügen.

    Leider wird das im Ausland nach den Nachrichten über Afghanistan und dem Wetterbericht schon wieder vergessen sein…

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