Bolivien: Evo Morales wird für „Anti-Nobelpreis“ vorgeschlagen

Datum: 20. März 2012
Uhrzeit: 11:22 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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► Preis ist längst keine Schande mehr

Die bolivianische Opposition will Präsident Evo Morales für den Anti-Nobelpreis vorschlagen. Die satirische Auszeichnung wird jährlich von der Harvard-Universität in Cambridge (USA) für unnütze, unwichtige oder skurrile wissenschaftliche Arbeiten verliehen. Laut der Wissenschaftszeitschrift Nature werden die Preise für Arbeiten verliehen, die einen zuerst zum Lachen, dann zum Nachdenken bringen.

„Wir haben bereits eine Unterschriftenkampagne gestartet, um dieses Vorhaben zu realisieren. Die Ausführungen von Morales über Coca-Cola oder seine wissenschaftlichen Thesen über die Nebenwirkungen des Konsums von Hühnerfleisch sind einzigartig und nicht mehr zu überbieten“, erklärte Andrés Ortega, Abgeordneter der Opposition.

Der bolivianische Journalist und Dichter Alfredo Rodríguez hat vor mehreren Monaten ein Buch herausgegeben, welches die prägnantesten Sentenzen des linken Staatspräsidenten beinhaltet.

„Das Hähnchenfleisch, welches wir essen, ist voller weiblicher Hormone. Wenn Männer diese Hühnchen verspeisen, wachsen ihnen Brüste. Glatzköpfigkeit ist eine europäische Krankheit, fast alle Europäer haben eine Glatze. Das kommt von den Lebensmitteln, die sie essen. Unter uns Indigenen hingegen gibt es keine Glatzköpfe, weil wir uns anders ernähren. Nehmt mich als Beispiel. Was machen wir, wenn das WC verstopft ist? Wir schütten Coca-Cola in die Schüssel und kurz danach ist die Verstopfung beseitigt. Ich frage deshalb: Welche Chemikalien enthält wohl Coca-Cola?“ lauten einige der Weisheiten des ersten indigenen Staatsoberhauptes des südamerikanischen Binnenstaates.

Der Anti-Nobelpreis wird in einer den Oscar-Verleihungen ähnlichen Veranstaltung jeweils im Oktober im Sanders-Theater der Harvard-Universität verliehen. Der Preis ist längst keine Schande mehr und wird mittlerweile von den meisten Preisträgern gern in Empfang genommen – seit einigen Jahren aus der Hand echter Nobelpreisträger.

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  1. 1
    Martin Bauer

    Na ja, seit Willi Brand und einige andere fragwürdige Honoratioren den echten Nobelpreis erhalten haben, würde ich den eher als Beleidigung empfinden und ablehnen

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