Bürger beten für Frieden in Venezuela

caracas

Datum: 21. März 2012
Uhrzeit: 15:46 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Politik der Abrüstung muss endlich Realität werden

Hunderte Studenten, Hausfrauen, Arbeiter und Bürger versammelten sich am Mittwoch (21.) in der venezolanischen Hauptstadt Caracas um für den Frieden in ihrem Land zu beten. Eine auf dem Plaza Brión in Chacaíto, einem Stadtteil im Osten der Hauptstadt Caracas gebildete Menschenkette, wurde dabei vom brüllenden Regierungsmob gestört. Die Menschenkette wurde von Ramón Muchacho, Leiter der rechtsliberalen Partei Primero Justicia und Antonio Ledezma, Oberbürgermeister von Caracas, angeführt. Sie verurteilten die ausufernde Gewalt im südamerikanischen Land und riefen zum Frieden auf.

„Wir lehnen die uns immer mehr überwältigende Gewalt in unserem Lande ab. Wir müssen reagieren und beten nun für den Frieden. Wir wollen kein Land, in dem nur eine politische Farbe über alles herrscht. Dies ist nicht das Venezuela, welches wir wollen“, so Muchado.

„Die permanent propagandierte Politik der Abrüstung soll nicht mehr nur ein Witz sein, sie muss endlich Realität werden“, forderte Ledezma. „Gewalttätige Gruppen müssen endlich entwaffnet werden. Durch diese Strategie kann der Frieden im Land erreicht werden. Ihre ungestörte Präsenz schafft Konfrontation innerhalb der venezolanischen Gesellschaft“, fügte er hinzu.

Als Präsident Hugo Chávez vor 13 Jahren an die Macht kam, versprach er, der Korruption und Gewalt in Venezuela ein Ende zu setzen. Nach 13 Jahren ist nicht nur die Wirtschaft des Landes am Boden, der südamerikanische Staat ist außer Kontrolle. Während der krebskranke Präsident und seine Vasallen von angeblichen Erfolgen im “Sozialismus des 21. Jahrhunderts sprechen”, belegen nicht manipulierte Statistiken die nüchterne Wahrheit, die mittlerweile Teil des Regierungsmusters ist.

In der Metropolregion der Hauptstadt Caracas sind im vergangenen Jahr 108 Morde pro 100.000 Einwohner registriert worden. Landesweit wurden 18.850 Todesfälle verzeichnet. Dies berichtete die Nicht-Regierungsorganisation Observatorio Venezolano de Violencia (OVV). “Das war der heftigste Jahr in der Geschichte des Landes,” erklärte OVV Direktor, Soziologe Roberto Briceño-León.

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