Boeing, Airbus und Embraer wollen mit den Herstellern von Biokraftstoffen zusammenarbeiten

Datum: 22. März 2012
Uhrzeit: 11:03 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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► Kohlenstoff-Emissionen sollen reduziert werden

Die Flugzeughersteller Boeing, Airbus und Embraer wollen mit den Regierungen und Herstellern von Biokraftstoffen zusammenarbeiten. Laut einer Erklärung von Boeing haben die drei Unternehmen am Mittwoch (21.) am Rande der Konferenz für Luftfahrt und Umweltweltschutz in Genf eine vorläufige Vereinbarung unterzeichnet.

Durch die beschleunigte Entwicklung und Bereitstellung von Biotreibstoffen sollen die Kohlenstoff-Emissionen reduziert werden. „Zu den größten Bedrohungen für unsere Branche gehören die Ölpreise und die Auswirkungen des gewerblichen Luftverkehrs auf unsere Umwelt“, teilte Jim Albaugh, Executive Vize Präsident von Boeing mit.

Biokraftstoffe werden aus Klimaschutzgründen sowie zur Erhöhung der Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten eingesetzt. Sie erzeugen – in Abhängigkeit von Technologie, eingesetzten Rohstoffen und der landwirtschaftlichen Praxis – teils deutlich weniger Treibhausgasemissionen als Diesel- oder Ottokraftstoffe. Biokraftstoffe werden aus Biomasse sowohl aus der Land- und Forstwirtschaft als auch aus Reststoffen aus Gewerbe und Haushalten hergestellt.

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  1. 1
    Martin Bauer

    Das ganze Tam-Tam um Biokraftstoffe ist ein politisches Schmierentheater, inszeniert vor dem Hintergrund von strategischen Machtkämpfen zwischen Mieralölkonzernen und den Protagonisten der Agarindustrie. Hinzu kommt der Handel mit Ablassscheinen zur Umweltverschmutzung, den CO2 Zertifikaten. Ich habe lange genug als Broker für die Branche gearbeitet, um zu wissen, wovon ich rede.

    Man betrachte sich mal die Fakten:
    1 – Verbrennt man Biokraftstoff, so wird genauso viel CO2 freigesetzt wie bei der Verbrennung von fossilem Treibstoff. Hier wird Augenauswischrei betrieben.
    2 – Verbrennt man Reste von landwirtschaftlichen und anderen Abfällen, die andernfalls kompostiert würden, führt man der Atmosphäre zusätzliches CO“ zu, genau wie bei Mineralöl.
    3 – Nur wenn man komplette Ernten zu Biodiesel verarbeitet, die eigens zu diesem Zweck gepflanzt wurden, ist dies annähernd CO2 neutral, da hier Pflanzen beim Wachsen CO2 verbrauchen, die es sonst nicht gäbe.
    4 – Gegen Punkt 3 spricht jedoch, dass hierzu weltweit gigantische Flächen von Wald, Gras- und Buschland in Biodiesel Plantagen umgewandelt werden müssten. Es werden also zunächst einmal Pflanzen dem CO2 Kreislauf entzogen, um andere anbauen zu können. Damit wäre die CO2 Bilanz wieder gleich dem Punkt 2.
    5 – Punkt 4 erfordert tiefe Eingriffe in das Gleichgewicht der Natur, mit kaum absehbaren Folgen für das Klima, und wird unvermeidlich zur Venichtung natürlicher Lebensräume von Pflanzen und Tieren führen.

    Davon abgesehen können die Flugzeughersteller nicht so naiv sein zu glauben, dass ihnen Firmen wie Cargil, ADM und Bunge den Treibstoff der Zukunft billiger überlassen werden, als Exon-Mobile, BP, Shell oder Petrobras.

    Hier ist eine gewaltige globale Schweinerei im Gange. Wer glaubt, Biodiesel würde irgend etwas in der Welt verbessern, sollte die Augen öffnen und anfangen zu denken. Wer es dennoch behauptet, ist ein Verbrecher, der skrupellos die Zukunft der Welt und der Menscheit für seine persönliche Gegenwart verkauft.

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