Erdbebenopfer in Haiti leiden unter schweren psychischen Traumata

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Datum: 08. Februar 2010
Uhrzeit: 10:54 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Das verheerende Erdbeben in Haiti forderte mehr als 215.000 Todesopfer, hunderttausende Menschen wurden verletzt. Die angeschlagenen Körper können geheilt werden, ihre geschundene Seele benötigt allerdings professionelle psychologische Hilfe.

Etwa ein Fünftel der Menschen, die durch das Erdbeben in Haiti von dem Verlust ihrer Familienangehörigen, Wohnungen oder Arbeitsplätzen betroffen wurden, erlitten ein Trauma, welches sie laut Auskunft einiger Ärzte nicht ohne professionelle psychologische Hilfe bewältigen können. Die Symptome können nicht mit Stethoskop, Bluttests oder Röntgen- Diagnose behandelt werden. In einem Land, in dem psychiatrische Versorgung vor dem Erdbeben kaum existierte, ist diese Form der notwendigen Unterstützung eine große Herausforderung.

„Es geht nicht um eine sofortige Beratung“, teilte Dr. Lynne Jones, medizinischer Berater des International Medical Corps mit. „Hier geht es um die Unterstützung im direkten Gespräch über einen langen Zeitraum. Man kann nicht wiederhergestellt werden, wenn niemand auf die sozialen Bedürfnisse der Opfer eingeht. Viele Opfer befinden sich in einer Art Koma und können nur mit Medikamenten ruhig gestellt werden“.

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