Chile: Segelschulschiff Esmeralda beginnt längste Reise ihrer Geschichte

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Datum: 23. April 2012
Uhrzeit: 05:02 Uhr
Ressorts: Chile, Welt & Reisen
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Autor: Redaktion
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► Rund 30.500 Nautische Meilen in 259 Tagen

Das chilenische Segelschulschiff Esmeralda startet zur 57. Kreuzfahrt. Für das Schwesterschiff des spanischen Viermasttoppsegelschoners Juan Sebastián de Elcano ist es die längste Reise in ihrer Geschichte. Nach Angaben der Marine wird das ehemalige Gefängnisschiff in 259 Tagen rund 30.500 Nautische Meilen zurücklegen und in dreizehn Häfen vor Anker gehen.

Die Besatzung der „White Lady“ setzt sich aus 321 Personen, 287 Männer und 34 Frauen, zusammen. An Bord sind mehrere Gäste, darunter Offiziere der Marine aus Argentinien, Ecuador, Chile, Uruguay, Deutschland und Australien. Zum ersten Mal nimmt außer einem katholischen Priester auch ein evangelischer Geistlicher an der Fahrt teil. Die Esmeralda läuft die Häfen von Hanga Roa (Chile), Wellington, Sidney, Brisbane, Benoa (Indonesien), Singapur, Bombay, Haifa, Istanbul, Cádiz, Las Palmas, Cartagena de Indias (Kolumbien) und Guayaquil (Ecuador) an, die Rückkehr nach Valparaíso ist für den 6. Januar 2013 geplant.

Das Schiff ist das sechste Schiff der chilenischen Marine dieses Namens und unternahm zahlreiche Ausbildungsfahrten, die es zu Häfen in allen Erdteilen führte. Nach dem Militärputsch von 1973 gegen die Regierung von Salvador Allende wurde das Segelschulschiff von der Marineführung im Hafen Valparaíso als Gefängnisschiff für Regimegegner gebraucht. Später wurde das Schiff von der Pinochet-Regierung wieder in Fahrt gebracht. Auf Grund der Verwendung als Gefängnisschiff, auf dem auch gefoltert und getötet wurde, verweigerten zahlreiche Regierungen dem Schiff in der Folge das Befahren ihrer Hoheitsgewässer. Seit dem Ende der Militärdiktatur in Chile ist dieser Boykott gegen die Esmeralda beendet.

Vor der offiziellen Verabschiedung in Valparaíso kam es zu zahlreichen Zwischenfällen. Protestanten, die an die unrühmliche Vergangenheit des Schiffes erinnerten, wurden von Polizeieinheiten abgedrängt.

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