Kuba: 18 Monate Haft wegen Slogan auf Pullover

damas

Datum: 23. April 2012
Uhrzeit: 07:09 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Oppositionelle UNPACU im Visier der Regierung

Nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) wurde Danny López de Moya, Mitglied der oppositionellen Organisation „Patriotische Union Kubas“ (UNPACU), am vergangenen Freitag wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt zu einer Haftstrafe von 18 Monaten verurteilt. Demnach wurde er am 26. Februar 2012 verhaftet, weil er einen Pullover mit der Aufschrift „Es leben Boitel, Zapata, Wilman und die UNPACU“ getragen hat. José Daniel Ferrer, Sprecher der UNPACU, soll am 2. April inhaftiert worden sein. Gründe für seine Verhaftung nannten die kubanischen Behörden bis heute nicht.

„Der Saal war voll mit politischer Polizei. Sieben Polizisten sagten gegen ihn aus, keiner hatte konkrete Anschuldigungen“, erkärte seine Ehefrau Liliana Rodríguez Palomo, Mitglied der Bürgerrechtsorganisation „Damen in Weiß“. López de Moya will gegen das Urteil Berufung einlegen und ist im Stadtteil Versalles inhaftiert (Sitz der Staatssicherheit von Santiago de Cuba).

Wie die IGFM berichtet, wurden am Sonntag (22.) in Santiago de Cuba erneut mindestens fünf Mitglieder der „Damen in Weiß“ nach der Sonntagsmesse an einem Kontrollpunkt festgenommen. Sie wurden daran gehindert, wie gewohnt schweigend durch die Straßen zu marschieren und die Freilassung aller politischen Gefangenen zu fordern. Unter den Verhafteten befinden sich unter anderem Vivian Ortega und Ana Celia Rodríguez.

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  1. 1
    Boris

    „José Daniel Ferrer, Sprecher der UNPACU, soll am 2. April inhaftiert worden sein. Gründe für seine Verhaftung nannten die kubanischen Behörden bis heute nicht.“ So viel Demagogie und Propaganda auf ein Mal. Na was nun? Ist er verhaftet oder nicht?

  2. 2
    Linus Bracher

    Wie ich sehen kann, stammt der Artikel vom 23. April. Zu diesem Zeitpunkt stand ja nicht sicher fest, dass er verhaftet wurde. Kann den linken Blättchen natürlich nicht passieren, die warten ein oder zwei Tage ab und kopieren dann die Staatspresse.

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