Anführer der FARC soll sich in Venezuela aufhalten

farc

Datum: 30. Mai 2012
Uhrzeit: 15:10 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Anwesen gehört Adán Chávez

Rodrigo Londoño Echeverri, alias „Timoschenko“, und zwei weitere Mitglieder des Generalsekretariats der linksgerichteten kolumbianischen Terrororganisation FARC (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens), sollen sich häufig in einer Finca im venezolanischen Bundesstaat Barinas aufhalten. Das Anwesen gehört Adán Chávez, Gouverneuer von Barinas und Bruder des Präsidenten von Venezuela.

„FARC-Führer Timoschenko und ein Teil des Generalsekreteriats der Rebellen halten sich häufig auf dem Anwesen von Adán Chávez auf“ teilte Pater Pedro José Palmar, venezolanischer Priester, Journalist und offener Kritiker der Chávez-Regierung in einem Interview mit Radio-RCN Kolumbien mit. „Am Samstag (27.) war ich in der Gegend von Valle Verde (Region Bolívar) und wurde visueller Zeuge einer Notfall-Mobilisierung der FARC. Ebenfalls waren Mitglieder der venezolanische Nationalgarde zum Schutz der Rebellen anwesend“ fügte er hinzu.

Nach seinen Worten leben Mitglieder der 19. und 41. Front der Guerillas in der Gemeinde Machique Perija, im venezolanischen Bundesstaat Zulia. „Sie leben in der Gemeinde, erpressen die Einwohner und organisieren den Schmuggel von Drogen und Waffen“.

Timoschenko ist der Anführer der kolumbianischen Terrororganisation FARC. Er gehört seit Anfang der 1990er zum Führungskreis der FARC und gilt dort als Hardliner. Es gibt über Hundert Haftbefehle gegen ihn, die USA hat eine Belohnung in Höhe von 5 Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt. Er trat am 5. November 2011 die Nachfolge des kurz zuvor vom kolumbianischen Militär getöteten Alfonso Cano als Anführer der FARC an.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    peterweber

    Jaaa das muss die bolivarianische Regierung sicher untersuchen lassen.
    Könnte ja sein, dass sich heimlich FARC-Rebell und ihr Kader wiederrechtlich in Venezuela aufhalt und nicht mal ein gültiges Visum haben.

  2. 2
    PATRIOT

    ekelhaftes korruptes und kriminelles rotes Pack!

  3. 3
    Der Bettler

    Wenn das Tatsache ist,ist es der Gipfel von Unverfrorenheit.Man stelle sich mal vor,Chavez schickt scheinheilig ein paar Soldaten zur Grenzüberwachung,und in der Zwischenzeit lebt in aller seelenruhe die
    FARC-Spitze auf den Anwesen von Chavez Bruder,und die Nationalgarde bewacht sie noch ,daß ihnen ja nichts passiert.Mußte den Artikel 2x lesen,
    bevor ich realisiert habe,was für ein Sumpf sich da auftut.Nehme schwer
    an,daß auch Kolumbien eine Untersuchung einleitet.Der Strick wird immer
    enger.

  4. 4
    PATRIOT

    die Kolubianer werden gar nix unternehmen, die haben sich mit der Situation in Venezuela arangiert…, die Exporte nach Venezuela sind auf Rekordniveau und der Drogenhandel und Transit hat sich nach Venezuela verlagert, was wollen die mehr…?! Wer bisher noch nicht gewußt hat, das die FARC ihre Stützpunkte auf de Haciendas des Chavezclans hat…, da kann ich auch nicht mehr helfen! Hat hier schonmal jemand kapiert das es allen Anreinerstaaten nur recht sein kann, wenn Chavez weiter an der Macht bleibt? Jeden Tag muss mehr und mehr importiert werden…, sowas nennt man Masochismus….

  5. 5
    Der Bettler

    Also daß die FARC in Venezuela arbeitet ,wissen wir schon Jahre,aber daß sie in Privatresidenzen vom Chavezclan campieren ist mir neu.Was die anderen Aspekte betrifft,muß ich Dir leider aber ungern recht geben.
    Kolumbien hat schon vor Chavez den Löwenanteil seiner Exporte nach
    Venezuela geliefert.Und jetzt wo alles verstaatlicht ist und kaum mehr was produziert wird außer Öl,exportiert ganz Südamerika nach Venezuela.
    Und Geld ist Macht.Den Wirtschaftsaufschwung haben sie durchwegs
    Venezuela zu verdanken.Venezuela ist dermaßen verschuldet,daß nach
    einem nochmaligen Wahlsieg der Staatsbankrott droht.Denn die Ölförderung ist nach dem Generalstreik 2002 und den Enteignungen auch
    ganz massiv zurückgegangen.

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