Uruguay: Präsident Mujica spendet 90% seines Gehalts an soziale Einrichtungen

José Mujica1

Datum: 08. Juni 2012
Uhrzeit: 13:56 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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► El Pepe besitzt kein Bankkonto

José Alberto Mujica Cordano, seit dem 1. März 2010 amtierender Präsident von Uruguay, gilt als einer der „ärmsten“ Staatsoberhäupter der Welt. „El Pepe“ verdient offiziell 12.500 US-Dollar, spendet 90 Prozent seines Gehalts an soziale Einrichtungen und besitzt als einzigen Vermögenswert einen Volkswagen Baujahr 1987.

Der ehemalige Stadtguerilla betont bei jeder Gelegenheit, dass er während der Militärdiktatur inhaftiert war und der ehemalige brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva sein Vorbild sei. Der bekennende Atheist ist seit 2005 mit der MPP-Senatorin Lucía Topolansky verheiratet, die ebenfalls einen Teil ihres Gehalts spendet. Beide leben auf einem Bauernhof am Stadtrand von Montevideo und gelten in der Nachbarschaft als „ruhige Zeitgenossen“.

„Ich kann mit meinem Gehalt sehr gut leben. Obwohl ich neunzig Prozent spende, besitze ich immer noch mehr wie die meisten meiner Mitbürger. Ich besitze kein Bankkonto und habe keine Schulden“, so Mujica. Als das Land vor wenigen Tagen von einem Kälteeinbruch heimgesucht wurde, räumte er die offizielle Residenz des Präsidenten und quartierte die Armen und Obdachlosen ein.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Steffen

    “El Pepe” ist ein großartiger Mensch, der immer bodenständig geblieben ist – halt nach eigenem Bekunden „ein Erdklumpen mit Füßen“.

    Die Dokumentation „Tupamaros“ zeigt ein eindrucksvolles Porträt von Mujica und seinen Motiven dem Kapital das Handwerk zu legen.

    Tupamaros:
    http://www.youtube.com/watch?v=0ajBKV90JkI&feature=mfu_in_order&list=UL

    PS: Ihr könntet wenigstens sagen, dass ihr das Bildschirmfoto aus dieser Doku habt!

    • 1.1
      Linus Bracher

      Daran sollte sich der Verbrecher aus Venezuela ein Vorbild nehmen.

  2. 2
    El burrito

    Hier kann man nur eines sagen: BRAVO BRAVO BRAVO!!! Der zieht es echt durch, und zeigt, dass es auch anders geht – und dass das ganz normal sein kann.
    Natürlich, deshalb gibt’s im Land trotzdem viel Armut, und es wird deshalb auch nicht gleich ein Paradies daraus, aber: Dass dieser Typ sich nicht korrumpieren lässt, weder von nem schicken Häuschen, nem schicken Schlitten, nem kleinen, gesponserten luxuriösen Wochenendtrip, oder selbst nur von nem schicken, teuren Anzug – darauf kann man sich bei dem ganz sicher tausendmal besser verlassen als bei gewissen anderen Figuren…

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