Rio+20: Organisatoren kämpfen gegen die Zeit

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Datum: 10. Juni 2012
Uhrzeit: 23:28 Uhr
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Autor: Dietmar Lang
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Zwei Tage vor Beginn der UN-Nachhaltigkeitskonferenz Rio+20 in Rio de Janeiro in Brasilien stehen die Organisatoren massiv unter Zeitdruck. Tagelange Regenfälle haben unter anderem den Aufbau auf der Ausstellungsgelände „Parque dos Atletas“ um Tage verzögert. Viele Stände der beteiligten Nationen, Regionen und Industrie befinden sich derzeit dort noch im Rohbau, teilweise stehen Wege und Plätze unter Wasser, Zufahrtswege sind verschlammt. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass nun fast rund um die Uhr gearbeitet werden muss, um den Zeitplan doch noch einhalten zu können.

Auch in den insgesamt fünf Pavillons im Kongresszentrum „Riocentro“ wird in den kommenden Tagen noch an vielen Stellen gebohrt, gehämmert und gesägt. In vielen Bereichen ist die notwendige Technik noch nicht installiert, Computeranlagen und Funknetze funktionieren unzureichend oder noch gar nicht. Dies war vor allem in den Konferenzräumen und im Pressezentrum zu sehen. Auch hier im Trockenen wird ebenfalls bis spät in die Nacht gearbeitet, um für die zahlreich erwarteten Delegierten und Journalisten aus aller Welt eine akzeptable Infrastruktur zu schaffen.

Trotz aller Probleme ist bereits schon jetzt klar, dass Rio+20 viele Rekorde brechen wird. Aus mindestens 176 der 193 UN-Mitgliedsstaaten werden Delegationen erwartet, zudem haben über 100 Staats- und Regierungschefs ihr Kommen angekündigt. Ob die Konferenz mit seinen über 500 von Mitgliedsstaaten und Zivilgesellschaft organisierten Nebenveranstaltungen jedoch am Ende greifbare Ergebnisse liefern wird, bleibt abzuwarten.

Viele Nichtregierungsorganisationen haben bereits die Entwicklung des geplanten Abschlußdokuments kritisiert. Das inzwischen auf über 300 Seiten angewachsene Papier liefere keine konkreten Ziele. Zu viele Positionen seien während der zähfliessenden Verhandlungen, die vom 15. bis 18. Juni in die Endphase gehen, aufgeweicht worden und daher für die Unterzeichnerstaaten letztendlich kaum noch verbindlich.

Rio+20 findet vom 13. bis 22. Juni zum 20. Jubiläum von Rio 92 (Eco 92) statt, bei der sich die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen erstmalig auf eine gemeinsame Agenda in Hinblick auf nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Umweltschutz einigten. Die Hauptkonferenz mit den Staats- und Regierungschefs ist für den 19. bis 22. Juni direkt im Anschluß an den in Mexiko abgehaltenen G20-Gipfel terminiert.

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