Rio+20: Sanitäre Grundversorgung größtes Umweltproblem in Brasilien

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Datum: 21. Juni 2012
Uhrzeit: 07:07 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Der Mangel an sanitärer Grundversorgung in Brasilien führt zu mehr negativen Umweltauswirkungen als die Entwaldung oder die Durchführung von Projekten zur Erzeugung von Energie. Dies teilte Professor für Bauingenieurwesen und Umwelttechnik an der Universität von Brasilia, Oscar Netto, am Rande der UN-Konferenz für Nachhaltige Entwicklung Rio+20 mit.

„Im Durchschnitt wird jeder Brasilianer an einem gewissen Punkt in seinem Leben mit Umweltproblemen konfrontiert, die durch schlechte Hygiene verursacht werden. Insbesondere im Hinblick auf die städtische Abwasserentsorgung haben wir eine gewaltige Herausforderung vor uns“, so Netto. Der Professor bezog sich auf die jüngsten Überschwemmungen des Rio Negro im Amazonasgebiet und bezeichnete die Katastrophe als Beispiel für das Fehlen einer ordnungsgemäßen Sammlung und Entsorgung von festen Abfällen. Ihm zufolge wurde das Naturereignis durch die Ansammlung von periodischem Müll und Verschmutzung noch verschlimmert.

Netto wies besonders auf die nördlichen Bundesstaaten des größten Landes in Südamerika hin. In der oft als „Armenhaus“ Brasiliens bezeichneten Region ist der Mangel an fehlender Kanalisation besonders schlimm. Während der nationale Durchschnitt bei der Entsorgung von Abwasser in den Häusern bei 44,5% liegt, sind im Norden nur 6,2% der Haushalte an die Kanalisation angeschlossen.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden. Bildnachweis: agência latina press

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.

Leider kein Kommentar vorhanden!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!