Rio+20: Hillary Clinton hat keine Zeit für grünen Faden

20120620-DSC_1294

Datum: 23. Juni 2012
Uhrzeit: 02:07 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Sarah Hommel
Autor folgen:
Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)
► US-Presseabteilung sagt Termin kurzfristig ab

Kinder und Jugendliche der Klimainitiative “Youthinkgreen” wollten am Freitag (22.) im Rahmen der UN-Konferenz für Nachhaltige Entwicklung Rio+20 der US-amerikanischen Aussenministerin Hillary Clinton ihren „grünen Faden“ überreichen. Aus Zeitgründen musste der Termin jedoch abgesagt werden.

Die Enttäuschung stand den jungen Aktivisten ins Gesicht geschrieben. „Wir hätten sogar die Chance gehabt und haben sie nicht wahrgenommen“, beklagte Projektleiter Helmut Spiering. Clinton habe sich in einem Pressebereich aufgehalten, in dem man sie hätte ansprechen können. Die jungen Umweltschützer wollten jedoch lieber auf einige exklusive Minuten mit der Außenministerin warten. Dies war Ihnen im Vorfeld von der Presseabteilung zugesichert worden. Aufgrund einer allgemeinen Verzögerung im Konferenzablauf wurde das Treffen dann jedoch kurzfristig abgesagt. „Ich finde, wir sind von Hillary Clinton übel versetzt worden“, so die erste Reaktion eines Teilnehmers.

Der „grüne Faden“, der Spitzenpolitiker darin erinnern soll, sein Ökobewusstsein nicht zu verlieren, war am Tag zuvor bereits an Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) übergeben worden. Dieser hatte ihn selbst in seiner Rede im UN-Plenum noch getragen und sogar darauf hingewiesen. Bei einem entspannten Treffen hatten die jungen Aktivisten ihm ihre Ideen und Forderungen im Bereich Nachhaltigkeit vorgestellt.

„Youthinkgreen“ ist eine Initiative, die bildungspolitische Arbeit mit Kinder und Jugendlichen im Bereich Klimaschutz durchführt und junge Menschen zu „Klimabotschaftern“ ausbildet. Diese führen im Zuge ihres Engagements regelmäßig Projekte für nachhaltige Entwicklung in ihren Heimatländern durch. Weltweit sind 13 Schulen in 11 verschiedenen Ländern an der Initiative beteiligt.

Die zumeist jugendlichen Aktivisten waren wie viele andere Gruppen der Zivilgesellschaft zum UN-Gipfel in die Stadt unter dem Zuckerhut angereist. Die Konferenz ging am Freitag nach zehn Tagen intensiver Beratungen zu Ende.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden. Bildnachweis: Luiz Ferreira / IAPF

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.

Leider kein Kommentar vorhanden!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!